09. Februar 2010, 00:00 Uhr

Immense Straßenschäden im OSL-Kreis befürchtet

Erste Schlaglöcher, Risse und Bodenwellen zeigen sich schon

OSL-Kreis Das Wechselspiel zwischen Frost und Tauwetter lässt die Verantwortlichen für Gemeinde-, Kreis-, Landes- und Bundesstraßen derzeit Schlimmes befürchten. Noch wird das ganze Ausmaß der Fahrbahnschäden an vielen Orten von der weißen Pracht überdeckt. Aber einen erheblichen Anstieg der Reparaturkosten nach diesem strengen Winter erwarten alle Fachleute.

„Jedes erkennbare Schlagloch und jeder sichtbare Riss auf den Bundes- und Landesstraßen wird protokolliert. Technisch kommen wir aber bei der jetzigen Witterung kaum gegen die immensen Straßenschäden an“, beschreibt An dreas Geißler, zuständiger Bereichsleiter in der Niederlassung Cottbus des Landesbetriebs Straßenwesen, die augenblickliche Situation. Damit das Kaltmischgut beim Verfüllen der Schlaglöcher die nötige Bindung erreicht, würden eigentlich Plusgrade benötigt.

Trotzdem hat die Stadt Schwarzheide in der vorigen Woche in einer Notmaßnahme ein tiefes Schlagloch in der Lauchhammerstraße in Höhe der Kita „Entdeckerland“ beseitigen lassen. Schwarzheides Bauamtsleiter Frank Pradel hebt warnend die Hände: „Dies war erst der Anfang!“ Auf der ganzen innerstädtischen Hauptmagistrale zwischen Ruhlander Straße und Lauchhammerstraße zeigten sich Risse oder seien die Ränder von Fahrbahnschächten weggebrochen.

Bislang setzte die Chemiestadt jährlich immer 10 000 bis 15 000 Euro ein, um die Straßenschäden nach der Frostperiode zu reparieren. „Diese Summe dürfte diesmal nie und nimmer ausreichen“, schwant Frank Pradel. Teure Instandsetzungen auf den kommunalen Fahrbahnen erwarten auch die zuständigen Rathausmitarbeiter in Senftenberg, Großräschen oder Schipkau. „Sichtbare Bodenwellen zeigen sich bereits auf der Meuroer Straße im Ortsteil Klettwitz. Ich hoffe nur, dass der eingeplante Geldbetrag zur Straßenunterhaltung ausreichen wird“, meint Karsten Handro aus dem Bauamt der Gemeinde Schipkau.

Noch Glück hatte nach eigenen Angaben der Landkreis Oberspreewald-Lausitz auf seinem 208 Kilometer langen Straßennetz. „Auf den Kreisstraßen sind durch den Winter bisher nur kleinere Schäden von 1,5 oder zwei Zentimeter Tiefe entstanden. Diese Mini-Schlaglöcher wurden mit einer Kaltmischung sofort verfüllt“, informiert Pressesprecherin Dunja Matschke. Auf der Kreisstraße zwischen Lauchhammer und Grünewalde sei es zu einem leichten Randabbruch gekommen. Die Gefahrenstelle wird jetzt nach den Worten von Dunja Matschke abgesichert und bei wärmeren Temperaturen beseitigt.

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Erstellt am: 09. Februar 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 09. Februar 2010, 08:33 Uhr
Autor: Von Oliver Sobe

Von Oliver Sobe

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