Großräschener Jugendhaus „Alte Post“ entführte Ferienteilnehmer in eine andere Welt
Jugendliche auf der „Flucht“ durch Europa
Großräschen
Während einer sechstägigen Tour zu Fuß und per Boot durch die Natur der Lausitz, die das Großräschener Jugendhaus „Alte Post“ organisiert hatte, waren die jugendlichen Teilnehmer in der vergangenen Woche nur mit den nötigsten materiellen Reserven ausgestattet.
Als „Flüchtlinge“ aus aller Welt waren die Jungen und Mädchen mit jeweils eigenen Pässen und Hintergrundgeschichten ausgestattet.
Eine Woche auf Outdoor-Tour – die Jugendlichen haben viel erlebt und gelernt. Foto: privat Foto: privat
Durch zwei „mafiöse, italienische Schleuser“ wurden sie illegal durch ganz Europa nach Deutschland gebracht. Unterwegs setzte sich die Gruppe immer wieder mit geografischen und weltpolitischen Themen sowie mit geschichtlichen Hintergründen auseinander und musste möglichst unauffällig und unentdeckt die jeweiligen Ziele erreichen. Situationen änderten sich oft plötzlich, sodass die „Flüchtlinge“ sich nie sicher sein konnten, was als Nächstes passieren würde. Ausführliche Auskünfte durften nur den eingeweihten Personen erteilt werden, die unaufgefordert das Passwort aussprachen. Auf Grund enger „mafiöser“ Vernetzung waren dies nicht wenige. Am letzten Abend hatten es tatsächlich alle „Flüchtlinge“ geschafft und „Deutschland“ erreicht. Am Ziel warteten noch auf jeden vier Originalfragen aus dem Einbürgerungstest für zukünftige deutsche Staatsbürger, von denen mindestens zwei richtig beantwortet werden mussten. Nach ersten überraschten und nervösen Reaktionen, ob dieser letzten unerwarteten Hürde, schafften alle den Test und wurden am Lagerfeuer feierlich mit Fähnchen in „Deutschland“ begrüßt.
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Erstellt am: 23. Juli 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 23. Juli 2011, 12:23 Uhr
Autor: Mario Stephan
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