Gibt es einen Fußballgott?
Die Frage nach dem Fußballgott ist für viele schnell beantwortet. Wenn man die Kommentare zu Fußballspielen verfolgt, muss es einen Fußballgott geben.
Um es vorwegzunehmen: Ich sehe es wie Jürgen Klopp, Trainer von Borussia Dortmund. Er sagte: „Es gibt zwar keinen Fußballgott, aber ich glaube, dass es einen Gott gibt, der uns Menschen liebt, genauso wie wir sind, mit all unseren Macken, und deswegen glaube ich, dass er auch den Fußball liebt! Nur: Die Kiste müssen wir schon selber treffen.“ (www.fussball-gott.com)
Mir ist aufgefallen, dass der Fußball und das Glaubensleben sehr viel gemeinsam haben.
Als ich bei einem Spiel live im Stadion war, wurde ich unweigerlich an einen Gottesdienst erinnert.
Der Stadionsprecher macht die Ansagen, die Fußballgemeinde stimmt Lobgesänge an. Und je nachdem, wie die Akteure auf dem Feld spielen, verlässt man erbaut oder gelangweilt, ja manchmal auch frustriert das Stadion. Viele erleben es bei einem Kirchenbesuch nicht anders.
Ein wesentlicher Unterschied sind aber die Schlussfolgerungen, die man aus dem Erlebten zieht. So sind mir schon viele Menschen begegnet, die als Begründung für ihre Ablehnung des Glaubens die „Spielweise der Akteure“, sprich, das Verhalten von Christen anführten.
Im Gegensatz dazu habe ich noch nie einen Fußballfan getroffen, der nur, weil die Mannschaft mal schlecht spielte, nichts mehr mit Fußball zu tun haben wollte.
Und er hat ja auch recht. Wenn Energie Cottbus mal nicht so gut spielt, bleibt Fußball trotzdem eine tolle Sache. Dasselbe gilt aber auch für den Glauben. Nur weil wir als „Bodenpersonal Gottes“ manche Dinge nicht richtig anpacken und nicht sehr überzeugend unseren Glauben leben, bleibt der Glaube an den lebendigen Gott die beste Sache der Welt. Zu wissen, dass da einer ist, der mich gewollt hat, der mich liebt und eine Idee für mein Leben hat, ist für mich durch nichts zu toppen. Das gibt meinem Leben Sinn und Halt.
Eine große Gemeinsamkeit haben der Fußball und der Glaube an den lebendigen Gott noch.
Jedenfalls dann, wenn ich zwei meiner besten Freunde reden höre. Sie sagen immer: „Besser als zuschauen ist selber spielen.“ So ist es auch mit dem Glauben. Besser als über ihn zu reden ist ihn selber zu erleben. In der Bibel macht Gott uns ein tolles Versprechen. „Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, will ich mich von euch finden lassen. Das verspreche ich euch.“ (Jeremia 29, 13 + 14)
Ich möchte Ihnen Mut machen, Gott beim Wort zu nehmen.
*Prediger der Landeskirchlichen Gemeinschaft Senftenberg/Großräschen e.V.
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Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 03:34 Uhr
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