Es fehlt die Geschlossenheit des Teams
SV Senftenberg – KSV Engelsdorf 5593:5641 Kegel / Mitteldurchgang agiert ganz stark
Der SV Senftenberg hat sein hochklassiges Bundesligaspiel gegen den KSV Engelsdorf knapp verloren. Eine Ursache für die erneute Niederlage war in der fehlenden mannschaftlichen Geschlossenheit zu suchen.
Die Gäste aus Engelsdorf vom Ostrand von Leipzig agierten keinesfalls überlegen, sie kegelten einfach ihr Leistungsvermögen herunter. Die hochklassigen Einzelleistungen auf Senftenberger Seite konnten aber die eigenen Schwächen in einigen Mannschaftsteilen nicht kompensieren. Die vielen sachkundigen Zuschauer in der Senftenberger Kegelhalle verfolgten dennoch bis zu den letzten Würfen einen spannenden Bundesligawettkampf, allerdings mit dem besseren Ende für Engelsdorf.
Im Startdurchgang stemmten sich Sven Seiffert (991) und Ingo Rentzsch (gemeinsam mit Olaf Neumann 839) gegen hoch motiviert beginnende Gäste. Seiffert hielt mit seinem fantastischen Einzelergebnis die Engelsdorfer fast im Alleingang in Schach. Die bereits zu diesem frühen Zeitpunkt gut gefüllte Senftenberger Kegelhalle verwandelte sich immer wieder in einen wahren Hexenkessel.
Nur einen minimalen Rückstand von knapp 40 Kegeln verbuchten die Senftenberger vor dem Mitteldurchgang mit Jens Lehmann (972) und Mike Lauersdorf (961). Engelsdorf bot hier seinen nominell stärksten Spieler auf, der aber von den Gastgebern keinerlei Entfaltungsmöglichkeiten bekam. Lauersdorf und Lehmann kegelten hoch motiviert und sehr effektiv, zeigten keine Schwächen und pulverisierten den Rückstand auf nur noch zwei Kegel.
Jetzt musste die Entscheidung im Schlussdurchgang mit Jens Harder (gemeinsam mit Mario Peßolat 866) und Steffen Kretzschmar (964) fallen. Beide Senftenberger begannen sehr engagiert und dominierten die Gästespieler.
Im weiteren Verlauf kegelte Engelsdorf abgekocht und ruhig den eigenen Stiefel herunter. Senftenberg geriet leicht in Rückstand und versuchte noch einmal alles, um wieder ins Spiel zurückzukommen - was aber nicht gelang.
Es bleibt die Erkenntnis, dass nur mit einer geschlossenen Leistung aller Stammkräfte auf hohem Niveau in der 2. Liga Siege gefeiert werden können. Leistungsmäßige Ausfälle werden sofort und kompromisslos bestraft.
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Erstellt am: 08. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 08. Februar 2012, 03:02 Uhr
Autor: Von Jens Lehmann

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