Entscheidung zum Amtswehrführer umstritten
Frauendorfer Feuerwehr-Kameraden verärgert über gescheiterten Wechsel an Spitze
Ortrand Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Frauendorf sind sauer. Die Entscheidung des Ortrander Amtsdirektors zum neuen Amtswehrführer hat sie in den Grundfesten erschüttert. Obwohl die Mehrheit der acht Ortswehren hinter dem Ortrander Sven Wielk an der Spitze der Amtswehr steht, hat Verwaltungschef Kersten Sickert den bisherigen Amtsbrandmeister David Langer aus Kroppen erneut in das Ehrenamt berufen. Die Pflichtanhörung der Ortswehrführer habe eine Patt-Situation ergeben – sagt das Protokoll aus. Ohrenzeugen weisen dies allerdings als unrichtig zurück.
Doch die Anhörung der Ortswehrführer zur Bestellung des neuen Amtswehrführers des Amtes Ortrand und seiner Stellvertreter hat laut des in den Amtsstuben verfassten Protokolls ein Patt von vier zu vier Stimmen ergeben. Dem lobenden Wort von Harald Jurke, dem stellvertretenden Kreisbrandmeister, wird demnach das ausschlaggebende Gewicht für die Entscheidung zu Gunsten von David Langer aus Kroppen zugeschrieben: „Warum soll man etwas ändern, was gut funktioniert?“ Bisher fungierten Langer als Amtswehrführer und Wielk als Stellvertreter. Dass der von den Kameraden der Feuerwehr-Basis mehrheitlich gewollte Wechsel in der Amtsführung gescheitert ist, ist für die Frauendorfer nicht nachvollziehbar.
Maik Jurisch, der Frauendorfer Ortswehrführer, stellt zudem klar: „Sven Wielk hat in der Anhörung lediglich deutlich gemacht, dass er selbst kein Problem damit hat, weiter mit David Langer zusammenzuarbeiten. Er hat aber seine Kandidatur als Amtswehrführer deshalb nicht zurückgezogen. Und daran, dass die Feuerwehr Ort rand auch hinter ihm steht, gibt es aus meiner Sicht keinen Zweifel.“ Sein Frauwalder Kollege Falk Kunisch bestätigt: „Es ist nie davon die Rede gewesen, dass Sven Wielk auf seine Bewerbung verzichtet.“
Die Empfehlung von Kreisbrandmeister Ingo Worreschk, „die Kameraden Langer (bisheriger Wehrführer) und Wielk (bisher Stellvertreter) in die bisherigen Funktionen zu bestellen“, fußt auf der protokollarisch erfassten Behauptung, dass jeweils vier Ortswehren hinter einem der beiden Bewerber stünden. Worreschk bestätigt unabhängig davon, dass beide Kameraden für beide Dienststellungen einsetzbar sind. Frühere Bedenken, dass Wielk zu viele Funktionen ausübe, seien nicht zutreffend. „Die zeitliche Koordination seiner Aufgaben hat er in den zurückliegenden sechs Jahren gut gemeistert“, so Worreschk. Dies und seinen Einsatz für die Wehren schätzen auch die Frauendorfer an Sven Wielk, der selbst „enttäuscht ist über die Entscheidung, diese aber akzeptiert“ – obwohl er unfreiwillig in der zweite Reihe steht. „Ich habe meine Bewerbung als Amtswehrführer nie zurückgezogen. Die Wahrheit bin ich und auch der Amtsdirektor meinen Unterstützern schuldig“, sagt er.
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Laut Paragraf 28 des Brandenburgischen Brand- und Katastrophenschutzgesetzes wird der Amtswehrführer, also der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr eines Amtes, nach Anhörung der Ortswehrführer für sechs Jahre berufen. Zur Person entscheidet dabei der Amtsdirektor. Sofern der Amtswehrführer nicht hauptamtlich angestellt ist, wird er Ehrenbeamter auf Zeit. Um das Ehrenamt hatten sich im Amt Ort rand David Langer (Kroppen), Sven Wielk (Ort rand) und Volker Tischer (Ortrand) beworben.
Laut Paragraf 28 des Brandenburgischen Brand- und Katastrophenschutzgesetzes wird der Amtswehrführer, also der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr eines Amtes, nach Anhörung der Ortswehrführer für sechs Jahre berufen. Zur Person entscheidet dabei der Amtsdirektor. Sofern der Amtswehrführer nicht hauptamtlich angestellt ist, wird er Ehrenbeamter auf Zeit. Um das Ehrenamt hatten sich im Amt Ort rand David Langer (Kroppen), Sven Wielk (Ort rand) und Volker Tischer (Ortrand) beworben.
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Erstellt am: 07. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 07. Februar 2012, 14:00 Uhr
Autor: Kathleen Weser

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