Gemeinschaftsarbeit: Künstler aus der Region haben einen Blickfang an der Senftenberger Kaufhaus-Kreuzung geschaffen. Solange es frostig bleibt, werden ihre Werke in voller Pracht erhalten bleiben.Fotos: Steffen Rasche
Wo ansonsten graues Pflaster und graue Sitzblöcke wenig Spektakuläres an der Kaufhauskreuzung vermuten lassen, haben die Mitglieder des „Kreis 7“ einen Hingucker geschaffen. Eis-Skulpturen stehen auf den Blöcken und sorgen bei den Passanten für reges Interesse. „Bis Samstag hat niemand so richtig Notiz von der Fläche genommen“, sagt Christine Przybilski. „Aber inzwischen wird hier lebhaft fotografiert und diskutiert.“ Sie ist eine derjenigen, die kürzlich mit zu Hammer und Meißel gegriffen haben, um für Senftenberg etwas Besonderes zu kreiern. Ein wenig erinnerte die Aktion an die legendären Bildhauersymposien in Hoyerswerda, die es in den 70er- und 80er-Jahren gegeben hatte – jedoch stets im Sommer.
Für die meisten Lausitzer Künstler ist es die erste Begegnung mit dem Werkstoff Eis gewesen.
„Auf der einen Seite schaue ich auf die graue Kaufhausfassade, auf der anderen auf das graue Pflaster“, erzählt sie. Doch dagegen hatte sie einen Plan: Gemeinsam mit Lokalmatador Bernd Winkler sowie den Mitstreitern Barbara Seidl-Lampa aus Ruhland, den Cottbusern Bernd Kindermann und Rita Gräfe, Willi Selmer aus Laasow und Katrin Meißner aus Calau ging Christine Przybilski am Freitagvormittag ans Werk. Sieben Stunden später hatten sie rund ein Dutzend Eis-Kunstwerke geschaffen – und sich kalte Füße geholt. Dabei war für alle Künstler das Eis als Material Neuland. Ob es dazu bestimmte Vorkenntnisse braucht? Christine Przybilski schüttelt mit dem Kopf: „Räumliche Vorstellungskraft reicht zunächst aus. Aber ich weiß, dass sich einige Kollegen im Internet schlau gemacht haben“, erzählt sie.
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