Badesee aus der Baugrube des Koschenkanals gepumpt
Nach der wochenlangen Winterpause wird am Koschenkanal wieder gearbeitet
Großkoschen Am Koschenkanal zwischen dem Geierswalder und dem Senftenberger See wird wieder gearbeitet. Der Technikeinsatz konzentriert sich momentan auf den künftigen Tunnel unter der Schwarzen Elster. An der B 96-Brücke über den Überleiter bei Großkoschen geht es nach Ostern weiter. Mit der Freigabe der Straße wird dort nach LMBV-Angaben zum Jahresende 2010 gerechnet.
Unmengen Wasser gehoben Um die Baugrube ausheben zu können, wird auch dort das Grundwasser gehoben. Genehmigt sind maximal 2000 Kubikmeter in der Stunde. Momentan strömen 1700 Kubikmeter über mächtige Rohre in den Geierswalder See. Seit dem Einschalten am 15. Februar haben die elf Filterbrunnen aus bis zu zwölf Metern Tiefe rund 600 000 Kubikmeter gehoben. Das ist noch nichts gegen Baustelle unter der alten B 96-Trasse. Von dort sind seit der zweiten Phase des Tiefbaus schon 6,6 Millionen Kubikmeter Wasser in den See befördert worden. Weil die starke Bodenplatte liegt, konnte die Pumpenleistung inzwischen um die Hälfte gedrosselt werden. Nach Ostern soll es am Brückenbauwerk über den Kanal bei Großkoschen weitergehen. Auch hier beginnt der eigentliche Brückenaufbau mit einer 60-Zentimeter-Betonschicht auf der Sohle. Die bereits fertige und nur wenige Tage vor dem Frost im Dezember geschüttete Mega-Bodenplatte hebt kein noch so starker Grundwasserdruck mehr an, sagen die Fachleute. Der Betonkoloss sei mit 50 Millimeter starkem Rundeisen verankert. Das Eisen wird in bis zu 15 Metern Tiefe von Zementplomben gehalten, 170 an der Zahl. Auch die Seiten- und Flügelwände, die den Kanal einfassen, werden auf diese Weise in der Böschung gesichert.
Tunnel für Unmotorisierte Schon zu sehen ist von der B 96-Umfahrung ein teil des künftigen Fußgänger- und Radfahrertunnels, der unter der Bundesstraße hindurchführen wird. Auch an die Tiere werde gedacht. Ein Ottertunnel ist Vorschrift. Nach den anfänglichen Problemen im vorigen Jahr ist nach den Worten von Manfred Mostek Anfang Dezember ein neuer Ablaufplan für den Koschenkanal mit seinen Bauwerken festgelegt worden. Viele Zwischentermine verschieben sich nach hinten. Komplett fertig soll der Überleiter jetzt im Dezember 2011 werden. Restarbeiten werden 2012 erledigt.
Extras zum Artikel
Schlagworte zum Artikel:
Artikel Teilen:
Artikel-Aktualisierungen:
Erstellt am: 15. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 15. März 2010, 07:55 Uhr
Autor: Von Manfred Feller

Jüngste Kommentare
Zu diesem Artikel sind noch keine Beiträge vorhanden