Autofahrer ignorieren Schritt-Tempo in Senftenberg
Polizei und Politessen sind in Senftenberg Verkehrssündern gemeinsam auf der Spur
Senftenberg Die Senftenberger Innenstadt ist eine verkehrsberuhigte Zone. Viele Kraftfahrer haben keine Ahnung, wie sie sich dort verhalten sollen. Oder sie ignorieren die Regeln. Die Ordnungshüter könnten dort im Minutentakt abkassieren.
Für die Revierpolizistinnen Aina Gutschmidt und Kerstin Müller sowie die Politessen Gisela Niekisch und Kerstin Paul Anlass genug für gemeinsame Kontrollgänge. Am Donnerstagvormittag wurde der Anfang gemacht.
Binnen einer Stunde haben Aina Gutschmidt und Gisela Niekisch in der Schlossstraße 32 Fahrzeuge gezählt. „Acht wurden angehalten, weil sie die Schrittgeschwindigkeit von vier bis sieben km/h deutlich überschritten hatten“, so die Polizeibeamtin.
Auf dem Altmarkt am Rathaus ist Markttag. Hausherr ist an diesem Tag die Marktgilde. Falschparker entgehen der Kontrolle. Ansonsten werde dort drei- bis viermal täglich belehrt, aber auch zur Kasse gebeten. Und das bis in den Abend hinein.
Ob auf dem Markt, an der Sparkasse, auf der Schulstraße gegenüber Aldi – überall stehen Autos. Dabei ist das Parken in einer verkehrsberuhigten Zone ausschließlich in gekennzeichneten Flächen gestattet. Davon ausgenommen sind Behinderte.
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Artikel-Aktualisierungen:
Erstellt am: 03. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 03. Februar 2012, 11:18 Uhr
Autor: Von Manfred Feller

Jüngste Kommentare (22)
Also:
von Thomas_M
Man kann ja belehrend einwirken wollen und auf Owi-Gelder verzichten, aber wenn jemand nur glaubt, in einer Tempo-30-Zone zu sein, dann hätte ich mir von dem schon mal das entsprechende Schild zeigen lassen. Die Leute sollen die Augen aufmachen, auch beim Autofahren. Andererseits kann ja mal drüber nachdenken, z.B. in der Schulstraße, wenn dort ohnehin "falsch" geparkt wird, ein paar entsprechende Markierungen für Stellplätze anzubringen. Das hätte dann nämlich im Gegenzug durchaus einen verkehrsberuhigenden Effekt auf die passierenden Vorbeifahrer. So wäre beiden geholfen. Und auch im Parkhaus würde etwas Ordnung gut tun. Dann werden eben Dauerstellplätze in den oberen Etagen vermietet und sofort steigt die Akzeptanz der Kurzparker, die dann die frei werdenden Stellmöglichkeiten in den unteren Etagen für ihren Stadtbummel und Einkauf nutzen.
Teil 2
von Thomas_M
Antwort auf folgenden Beitrag von Thomas_M am 05.02.2012 10:48 Uhr
Und ja, auch die Kommunale Wohnungsgesellschaft könnte Parkautomaten auf ihre grünen Wiesen in der Wehrstraße stellen und sie so einer Nutzung zu führen. Auf dem Markt zwei, drei überwachte Behindertenparkplätze für die, die wirklich nicht mehr gut zu Fuß sind und dann klappt das. Dazu ein Konzept der Einkaufsgilde, dass ab X Euro Umsatz der Parkschein erstattet wird und alles wird gut. Man muss nicht mal den Markt komplett zu parken wollen.
Störfaktor
von mk1985
Antwort auf folgenden Beitrag von Thomas_M am 05.02.2012 10:49 Uhr
Die Frage ist doch, warum müssen die Autos der Stadt oder Ordnungsamt in der 1. oder 2. Etage stehen? Warum laufen unsere Herrschaften nicht bis 4. oder 5. bzw. fahren Fahrstuhl. Die Bequemlichkeit.
Ansonsten finde ich das Parkhaus super und jeder normale fahrtüchtige KFZ-Führer sollte es schaffen ohne Beulen oder Kratzer ein und auszuparken, wer das nicht schafft, sollte seinen Führerschein abgeben.
Kommt darauf an, wie Schrittgeschwindigkeit definiert wird.
von Podiceps
Das Amtsgericht Leipzig legte in einem Urteil Schrittgeschwindigkeit auf 15 km/h fest. Die Begründung des Gerichts: Fahren Pkw in den verkehrsberuhigten Zonen deutlich langsamer als 10 km/h, können Radfahrer, die Fußgängergeschwindigkeit fahren, unsicher werden und zu schwanken beginnen. Obwohl die normale Fußgängergeschwindigkeit zwischen 4 und 7 km/h liegt, urteilte das Leipziger Amtsgericht, dass die in der Straßenverkehrsordnung (StVO) vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit nur deutlich unter 20 km/h – aber über 10 km/h – liegen müsse (Az.: 215 OWi 500 Js 83213/04).
Bei diesem "Parkhaus"...
von Abschiedstour
welches diesen Namen NICHT verdient hat ein richtiges Parkhaus welches man auch mit PKW`s nicht nur Handtaschen gefahrlos befahren kann gäbe es diese Probleme in der Innenstadt vermutlich nicht. Wieviele Parkremmler bzw. Kratzer gab es in diesem viel zu engen Gebäude eigentlich seit Eröffnung und wieviele gibt es in RICHTIGEN Parkhäusern?
Das Parkhaus ist breit genug
von kc24
Antwort auf folgenden Beitrag von Abschiedstour am 04.02.2012 19:53 Uhr
da fahr ich sogar mit meinem "dicken" rein ... seit Jahren ohne Schrammen und Kratzer. Sorry, also wer das nicht schaftt, sollte sein Fahrzeug stehen lassen und Stadtbus fahren.
Innenstadt und Parkplätze
von msoth
@carrera: Im Parkhaus ist Platz genug, aber keiner fährt auch in die 4. oder 5. Etage.
Die Stadt arbeitet bereits an einem Parkplatzkonzept (Sorry aber Konzept ist was anderes) Es werden Blöcke abgerissen z.B. Neumarktriegel und ehemaliger Kindergarten dahinter; gut ein Teil (ehemaliger Arvato Parkplatz) wird ja genutzt (dieser Parkplatz ist das allerletzte, müsste mal befestigt werden, interessiert die Stadt aber nicht. In der Wehrstraße wurde ein Block weggerissen, statt Wiese hätte man da Parkplätze machen können.
Eigendlich gibts genug Parkplätze (ich finde immer einen legalen Parkplatz) Ich scheue mich auch nicht als Sparkassen Kunde in die Tiefgarage zu fahren, 30 Minuten umsonst!!! für Kassenkunden. Aber auch das Parkhaus nutze ich, sehr oft auch 3. oder 4. Etage.
Aber ich muss sagen die Parkhausauslastung ist in den letzten Jahre echt besser geworden.
Unsere Stadt
von msoth
Warum wird denn die Innenstadt denn nicht endlich dicht gemacht?
Es nervt jegliche Diskussion ist doch sinnlos. Schaut man doch nur mal wochentags an der Deutschen Bank, da steht immer einer mit dem Auto vor der Tür. (Es ist eine verkehrsberuhigte Zone also Parkverbot!) Politessen kümmert das nicht. Täglich von 8 bis 18 Uhr da stehen müsste eine!
Marktplatz und kurze Bahnhofstraße inkl. Schlossstraße komplett dicht machen mit Pollern ! Und nur für Lieferfahrzeuge zwischen 5 und 9 Uhr öffnen.
Das was hier in SFB abgeht, ist als Touristenstadt nicht tragbar.
Die Stadt reagiert erst, wenn das erste Kind an- bzw. ungefahren wird !
Parksituation in SFB
von carrera
In SFB gibt es viel zu wenig Parkplätze! Unverständlich, dass nicht zumind. ein Teil des Marktes entsprechend dafür genutzt werden kann.
Beleidigungen..
von jirok
Antwort auf folgenden Beitrag von carrera am 04.02.2012 18:53 Uhr
kriegen Sie schnell auf die Tatstatur! Bei anderen Beiträgen in der LR zu Geschwindigkeitsbegrenzungen u. deren Kontrollen reden Sie ganz anders!! Scheint so, dass Sie nur einverstanden sind mit Einschränkungen die Sie persönlich betreffen! Aber alle anderen Menschen haben die gleichen Wünsche wie Sie, bitte nicht vergessen!!
...
von castro
Antwort auf folgenden Beitrag von jirok am 05.02.2012 14:57 Uhr
Bin mir nicht bewusst, wann ich zu solch einem Thema je eine andere Meinung vertreten hatte, als die heutige. Aber vielleicht bin ich ja geistig umnachtet...
Ich vertrete schon immer den Standpunkt, die Innenstadt Autofrei zu machen, da ich denke, dass für eine florierende Stadt Zentralparkplätze und Durchgangsverkehr kontraproduktiv sind. Insbesondere jedoch bin ich ein Sicherheitsfanatiker, der sich nicht jede 5 Sekunden wegen eines nahenden Fahrzeuges umdrehen will, wenn ich mit meinen Kindern in der Stadt unterwegs bin, um ein Eis zu essen.
Dass Autofreie Innenstädte sehr gut funktionieren, beweisen andere Städte sehr gut.
Ja, vielleicht bin ich ja mittlerweile ein alter Spießer geworden, der stets versucht, sich im Straßenverkehr an die Regeln zu halten (auch die des gesunden Menschenverstandes). Das verlange ich von meinen Mitmenschen aber genauso.
Wenn ich beleidigt haben sollte, tut mir das leid! Manchmal bin ich halt zu impulsiv...
sfblerin, ist wohl eine ganz schlaue
von Brummilenker
Meine Meinung, unbelehrbare Autofahrer werden viel zu wenig abkassiert. Eine sogenannte "Knöllchentante" kann sehr wohl unterscheiden ob einer zuschnell ist. Für "sfblerin" nochmal zur Verständlichkeit. Wird ein Fußgänger von einem Fahrzeug überholt ist der Beweis erbracht, dass dieser schneller war als Schrittgeschwindigkeit. So einfach ist das. Macht weiter so mit den Kontrollen bis die letzten das begriffen haben, das der Fußgänger kein Freiwild ist!!!!
Springt man nicht gleich bei Seite, wird gehupt!
Vorfahrt - Eine gefährliche Ecke
von Bewohnerin
Die Vorfahrtsregelung auf dem letzten Bild ist m. E. falsch. Handelt es sich hier nicht um einen abgesenkten Bordstein? § 10 STVO?
interessante Frage
von castro
Antwort auf folgenden Beitrag von Bewohnerin am 03.02.2012 12:39 Uhr
Für wahr eine Geschichte, die man mal erkunden sollte.
Bin mir nicht sicher, aber der Bordstein gilt doch nur als abgesenkt, wenn er auf beiden Seiten wieder nach oben kommt, oder nicht?
An dieser Stelle geht der Bordstein zumindest an der rechten Seite nicht mehr hoch sondern bleibt auf der ganzen Länge abgesenkt.
Gilt das dann auch?
Also liebe Verkehrswacht, bitte um Aufklärung!
Fragwürdig
von unbekannt
Es ist schon richtig wenn man Geschwindigkeitssünder zur Kasse bittet, aber- eine Knöllchentante darf die Geschwingkeit schätzen und entsprechend Verwarngeld verlangen?
Solch eine Befugnis halte ich für bedenklich. Wenn das normal ist, dann ist eine generellen Abzockerei ohne Beweise jeder Zeit möglich.
@sfblerin
von castro
Antwort auf folgenden Beitrag von unbekannt am 03.02.2012 11:42 Uhr
Da haben Sie wohl was falsch verstanden.
Nicht die von Ihnen abfällig benannte Politesse darf sich in den fahrenden Verkehr einmischen, sondern die Revierpolizistin. Die Politesse darf sich nur um den ruhenden Verkehr kümmern!
Man darf davon ausgehen, dass nahezu jeder einschätzen kann, ob die Schrittgeschwindigkeit übertreten wurde.
Im Übrigen: MEHR KONTROLLEN! Besonders im Marktbereich und auf der Schmiedestraße sollte ENDLICH das Fahr- und Parkverbot drankonisch kontrolliert werden!!!
Auch die Durchfahrtsschilder (enge Bahnhofstr, Blumenstr.) werden nur all zu oft, nicht nur von Auswärtigen (!!!), ignoriert.
Dauert nicht mehr lang, und mein Pazifismus ist am Ende...
Sehen Sie
von Thomas_M
Antwort auf folgenden Beitrag von castro am 03.02.2012 15:47 Uhr
Der Quatsch mit den getrennten Zuständigkeiten für ruhenden und fahrenden Verkehr, die sich gegenseitig ausschließen muss bei schrumpfender Zahl der Ordnungshüter und damit geringer Chance kontrolliert und erwischt zu werden auch ein Ende haben. Daneben müssen die OWi- und Bußgelder, die heute im Bereich von 5 bis 30 Euro liegen, für Falschparken, gefährliche Geschwindigkeitsverstöße, Radeln ohne Licht und Entgegen der Fahrtrichtung in der Höhe angepasst werden, damit wieder ein Lerneffekt entsteht und Besserung eintritt. Vieles wird doch augenzwinkend aus der Portokasse bezahlt, auch im Bewusstsein, dass die Trefferchance im Lotto höher ist, als demnächst nochmal kontrolliert zu werden.
Auch meine Zustimmung..
von jirok
Antwort auf folgenden Beitrag von Thomas_M am 05.02.2012 10:58 Uhr
denn egal auf welcher Strasse man fährt, es begegnem Einem doch fast nur noch Raser, Überholer im Überholverbot, Fußgängerüberwegignorierer u. Geschwindigkeitsbegrenzungsverachter! Wo "Lärmschutz" steht wird gehupt, gequitscht, Vollgas gegeben. Ich bin sogar für Videoüberwachung und zur Strafe danach!Die Strafen müßten derart weh tun o. sogar Fahrverbote nach sich ziehen, dass sich solch rücksichtsloses Verhalten von selbst verbietet!
...
von castro
Antwort auf folgenden Beitrag von Thomas_M am 05.02.2012 10:58 Uhr
meine volle Zustimmung
...
von mk1985
Antwort auf folgenden Beitrag von unbekannt am 03.02.2012 11:42 Uhr
Schrittgeschwindigkeit und 30km/h sollten auch das normale Auge erkennen. Das hat nichts mit Wilkür zu tun sondern ist am Schloßparkcenter sogar notwendig bei den Rasern in SFB