18. Juni 2011, 00:00 Uhr

Zum Auftakt in Richtung Burg gepaddelt

Wasserwanderer aus zehn Bundesländern haben sich in Lübbenau zur 27. Spreewaldrundfahrt getroffen

Lübbenau Im Paul-Fahlisch-Gymnasium, wo ansonsten kräftig gebüffelt wird, haben Wassersportler ihr Quartier aufgeschlagen. In Klassenzimmern oder in Zelten auf dem Gelände nächtigten sie, um an zwei Tagen den Spreewald aus dem Boot zu erkunden.

Deutschlands Wasserwanderer haben sich in Lübbenau getroffen. Zum Gruppenfoto stellten sich Kanuten aus Lübbenau (l.) und Wolfenbüttel (r.) auf. Foto: Wolfgang Gregor / wgr1 Foto: Wolfgang Gregor / wgr1
Der Verein der Lübbenauer Kanuten hatte bundesweit zur nunmehr 27. Fahrt eingeladen. Über das Echo freuten sich nicht nur die Veranstalter, sondern auch die Teilnehmer, von denen viele ein Wiedersehen mit Gleichgesinnten erleben konnten. Aus München waren Andreas und Cordula Lenschner angereist. Für die Frau war es die nunmehr achte Teilnahme. „Ich war damals Zehn und schon dabei, saß im Boot meiner Eltern. Jedes Mal, wenn eingeladen wird, freue ich mich. Diesmal sind unsere Kinder Sebastian (6) und Sandra: (3) mit von der Partie. Nicht nur das Paddeln, auch alles Andere rundherum passt hier“, kommt sie ins Schwärmen.

Aus der Bootsperspektive

Der Görlitzer Detlef Schulz dagegen war zum ersten Mal dabei. „Ich kenne ja den Spreewald an sich, will ihn allerdings mal aus der Bootsperspektive erleben“, sagte er vor dem Start. Und danach sagte er: „Was ich diesmal von der Landschaft gesehen habe, vermittelte ein fast noch schöneres Bild. Es war keine Strapaze, sondern eine ausgewogene Tour, meine Erwartungen wurden erfüllt. Ich denke doch, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein“. Für die Tour, für die Paddelboote, Kajaks und Kanadier zugelassen waren, hatten die Organisatoren am ersten Tag eine Strecke von 26 Kilometern ausgeschildert und für den Folgetag eine von knapp der Hälfte. Anfangs ging es in Richtung Burg, am zweiten Tag in Richtung Ragower Kahnfahrt. An beiden Tagen wurde das Mittagessen mitten im Grün des Spreewaldes eingenommen.

Beim Abschlussabend, an dem jeder Teilnehmer ein Schlüsselband mit Erinnerungsaufdruck bekam, bekundeten viele ihr Wiederkommen. Dazu streichelten sie das Vereinslogo, einen Frosch in der Badewanne.

Niedersachsen kommen wieder

Die meisten Wassersportler kamen in diesem Jahr aus Brandenburg und Niedersachsen. Allein 40 Wassersportbegeisterte stammen aus Limmer, einem Stadtteil von Hannover. Aus dem dortigen Kanuclub waren viele schon mehrmals bei der Spreewaldtour dabei.

Neu im Team aber ist Christiane Schüttkemper mit Tochter Daphne. Die Mutter war voll des Lobes über die Veranstaltung. „Wir sind beide noch recht jung in dieser Sportart, haben deshalb daheim etwas trainiert. Hier hat alles geklappt. Wir sind froh über unsere Teilnahme und kommen gern wieder“, sagte sie.
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Erstellt am: 18. Juni 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 18. Juni 2011, 09:07 Uhr
Autor: Wolfgang Gregor / wgr1

Wolfgang Gregor / wgr1

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