OSL Ein seit Jahren anhaltender Trend ist im Landkreis OSL 2009 gebrochen worden: Die Anzahl der Verkehrsunfälle ist wieder angestiegen. Im Vorjahr ereigneten sich 4351 Unfälle, 2008 waren es 4193. Doch es gab schon schlimmere Zeiten: 2002 krachte es in 5268 Fällen zwischen Ortrand und Ragow.
12.03.2010
Besonders drastisch ist die Zunahme von Unfällen wegen unangepasster oder überhöhter Geschwindigkeit. Der Zuwachs auf den Autobahnen 13 und 15 liegt bei fast 79 Prozent und der im Bereich der Polizeiwache Calau bei 69 Prozent. Für Kriminaldirektor Jürgen Piesker, Leiter des Schutzbereiches, gibt es deshalb nur eine Schlussfolgerung: den ohnehin schon hohen Kontroll- und Verfolgungsdruck weiter verstärken. „Schwerpunkte der Überwachung sind für uns die Autobahnen, die Bundesstraße 169 und 96 sowie die Landesstraßen 55 und 54“, sagte er am gestrigen Donnerstag bei der Präsentation des Verkehrslagebildes 2009. „Es fahren immer noch zu viele zu schnell“, lautet sein Fazit beim Blick auf die Zahlen. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, wegen irgendeines Deliktes ertappt zu werden, schon jetzt nicht gerade niedrig. Bei den Kontrollen im vorigen Jahr seien nicht weniger als 106 000 kleine und große Verkehrssünder ertappt worden, fast 20 000 mehr als 2008.
Die Polizei will auch innerorts auf den Straßen mehr Präsenz zeigen. Jürgen Piesker kündigt „überraschende Kontrollen“ an, die in jedem Ort stattfinden können, aber besonders vor Schulen.
Auf den Straßen im Landkreis starben 2009 insgesamt 19 Menschen (17 = 2008, 27 = 2006). Auf den Autobahnen wird nicht nur schnell gefahren. Dort ist die Wahrscheinlichkeit auch größer, sein Leben zu verlieren. Allein elf Tote waren dort zu beklagen, davon zehn auf der A 3 zwischen Königs Wusterhausen und Ortrand. Jeweils vier Menschen starben im Bereich der Polizeihauptwache Senftenberg und der Wache Lauchhammer. Leicht rückläufig ist dagegen die Anzahl der Unfallverletzten von 604 auf 584. Auch hier liegen die beiden Autobahnen und Bundesstraßen vorn.
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