Übungen zu Pferde wie sonst auf Omas Sofa auf Gut Dubrau
Erstes Faschingsreiten mit den Beltenern auf Gut Dubrau
Dubrau
Stollenreiten, Kutschenrennen, Osterreiten, Hahnrupfen, Fuchsjagd und andere Vergnügen hoch zu Ross spiegeln die Abwechslung regionalen Pferdesports in der Region wider. Diesmal ist der Reigen durch das Faschingsreiten des Reitvereins Belten auf Gut Dubrau erweitert worden.
„In Krieschow haben wir schon ein Faschingsreiten durchgeführt, in Dubrau ist es das erste Mal“, erzählt Ines Schulz. Die stellvertretende Vereinsvorsitzende empfängt Besucher und Mitglieder des 30 Mitglieder zählenden Vereins. „Bei uns halten ausschließlich Mädchen die Zügel in den Händen. Die Jungen interessieren sich eher für Fußball“, sagt sie und schmunzelt, als Vereinsvorsitzende Jana Pietzer die Reithalle ausgerechnet im Fußball-Outfit betritt. Fasching habe etwas mit Kostümieren zu tun und so geht die Vereinsvorsitzende mit gutem Beispiel voran. Ein weniger gutes Beispiel liefern hingegen „Hope“ und „Sulaika“ ab: Kaum sind die begrüßenden Worte von Franziska Gräfin zu Lynar, „heute ist auf dem Gut Dubrau mal tierisch was los“ ausgesprochen, überfällt Übermut die zwei Pferde. Wiehernd vor Freude oder vor ungewohnter Zuschauerresonanz, reißt sich eines der Großpferde los und wird von der kühnen Alicia Schulz gestoppt. Viel Beifall begleitet das beherzte Auftreten der Zwölfjährigen, die wenige Minuten später mit Duettpartnerin Sara Tantius bei einem Spring-Pas de deux zu überzeugen weiß.
Jennifer, Vanessa, Bijou und Sarah begeistern mit einer fehlerlosen Quadrille und versetzen sogar Trainerin Jana Pietzer in Staunen. „Das hat wirklich prima geklappt“, lobt sie. Die 27-Jährige richtet ihren Blick in Richtung der Familie zu Lynar, die mit der Bereitstellung der Reithalle ein vom Wetter unabhängiges Training ermöglicht (die RUNDSCHAU berichtete). „Wir sehen die Zusammenarbeit mit dem Reitverein auf einem guten Weg“, bestätigt Frederico Graf zu Lynar das Interessenbündnis.
Eine vom Verein gedeckte Schlemmertafel lockt mit Kulinarischem, wird jedoch vom Publikum vorerst sporadisch angesteuert. Zu sehr fesseln die Kinder die Zuschauer mit ihren Darbietungen. So etwa Marie, Sophie, Romy, Sarah und die erst fünfjährige Olivia mit Kunststücken auf dem Pferderücken, die sonst nur auf Omas Sofa erlaubt sind. Geschicklichkeitsspiele mit Ross, Reiter und Routiniers runden das Faschingsreiten ab, das mit kostenlosem Reiten für jedermann ausklingt.
Lena Stahr nutzt das Angebot, schwingt sich auf den Sattel und muss kurze Zeit später wieder absteigen. Die Achtjährige wird als Besucherin mit dem originellsten Kostüm ausgemacht und bekommt einen Gutschein für eine kostenlose Reitstunde überreicht. „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt sie. „Eigentlich wollte ich nur meine Freundin Sophie zum Faschingsreiten begleiten“, so die in ein Katzenkostüm gehüllte Calauerin.
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