Rosen für Vetschauer Kleingärtner Gerhard Reinisch
Eintrag ins „Goldene Ehrenbuch“ für Arbeit im Bezirksverband Calau der Gartenfreunde
Vetschau Was für so manchen Bürger die Briefmarken- oder die Münzensammlung ist, ist für Gerhard Reinisch die Arbeit in seinem Garten. Über 30 Jahre lang leitete der heute 76-Jährige den Bezirksverband Calau der Gartenfreunde. Für sein langjähriges Wirken wurde er auf der Grünen Woche in Berlin geehrt.
Sein erstes „Büro“ war eine Garage in der Calauer Otto-Nuschke-Straße, später ein Raum im alten Gericht und bald ein Zimmer beim örtlichen Kohlenhandel. Als Gerhard Reinisch die Anweisung erhielt, die Verwaltungsstruktur des Verbandes im Kreis Calau aufzubauen, war sein Büro in der Cottbuser Straße in Calau. Gern erinnert er sich, wie ihm damals Wilhelm Schenker, Siegfried Kuwan, Helmut Winkler, Ernst Mähler, Manfred Luge und viele weitere Enthusiasten mit Rat und Tat zur Seite standen.
Höchste Auszeichnung „Die Arbeit war damals recht schwer, aber die Erfolge unbeschreiblich schön“, so Gerhard Reinisch, der vor wenigen Tagen auf der Internationalen „Grünen Woche“ in Berlin mit einer Ehrenurkunde vom Landesverband der Gartenfreunde Brandenburg ausgezeichnet wurde. Zudem erfolgte die Eintragung in das „Goldene Ehrenbuch“, die als höchste Auszeichnung des Landesverbandes gilt.
Gemeinsam mit seinen Mitstreitern erinnert sich Gerhard Reinisch gern, dass es bis 1990 einen wahren „Boom“ auf die kleinen Parzellen mit den Obstbäumen, Blumenrabatten und Gemüsebeeten gab. Die Kleingärten dienten den Besitzern für die Produktion von eigenem Obst und Gemüse sowie Blumen. Überschüssiges konnte verkauft oder verschenkt werden. Aber auch der Aspekt der Erholung spielte eine große Rolle.
Neustrukturierung Die Auflösung des VKSK 1990 und die Neustrukturierung der einzelnen Fachgebiete brachten neue Aufgaben auf den Schreibtisch von Gerhard Reinisch, der bis 2010 als Vorsitzender des Bezirksverbandes Calau tätig war. Eigentumsfragen mussten geklärt, Vereine beim zuständigen Amtsgericht registriert und das neue Bundeskleingartengesetz eingeführt werden. Neue Verträge galt es abzuschließen und allerlei Personalfragen im Vorstand sachlich zu klären. „Ohne die Mitwirkung des Vorstandes sowie der vielen fleißigen Helfer wäre der Neuaufbau unseres Verbandes kaum zu schaffen gewesen“, kommentiert Reinisch die Arbeit in den letzten zwei Jahrzehnten.
„Die vielen Tausend Mitglieder unseres Bezirksverbandes, wissen die Arbeit von Gerhard Reinisch zu schätzen“, sagte Martin Kreuzberg. Der 54-Jährige hat nun den „Staffelstab“ von Gerhard Reinisch übernommen. Ab sofort ist er der 1. Vorsitzende sowie Geschäftsführer des Bezirksverbandes Calau.
Insgesamt 2400 Kleingärten mit 4500 Mitgliedern sind im Bezirksverband registriert. In wenigen Monaten werden die Gartenfreunde wieder in ihren Parzellen tätig sein und die Saison vorbereiten. So auch Gerhard Reinisch mit seiner Frau Marianne. Für das Vetschauer Ehepaar ist der Kleingarten ihr kleines, grünes Paradies.
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Erstellt am: 03. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 03. Februar 2012, 11:59 Uhr
Autor: Von Bernd Marx

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