Namensforscher Prof. Jürgen Udolph bereichert Vetschauer Kultur-Jahr
Vetschau Ein Verein macht viel Kultur in Vetschau. Die derzeit knapp 50 Mitglieder des Kulturvereins ermöglichen das gesamte Jahr über, dass Einheimische und Gäste gut unterhalten werden. Dieses Jahr ist mitmachen erwünscht. Denn Namensforscher Prof. Jürgen Udolph aus Göttingen will auch nach den Wurzeln Vetschauer Namen suchen.
Zu Fuß durch Asien
Am 11. Februar geht es mit einem Konzert von und mit dem Vetschauer Gottfried Peschel los. Am 26. Februar streift Robby Clemens mit seinen Gästen bei einem Multimedia-Vortrag „Zu Fuß durch Asien“. „Den hatten wir schon mal bei uns in Vetschau. Schade nur, dass so wenige Vetschauer den Weg zu solchen Veranstaltungen finden“, bedauert Hannelore Pleger, Vorsitzende des Vetschauer Kulturvereins.
Anders sei es beispielsweise bei Frauentagsveranstaltungen gewesen. „Beim Kabarett haben die Plätze früher im Jugendklub und im vergangenen Jahr im Rittersaal des Stadtschlosses nicht ausgereicht“, erzählt sie. Um so mehr freuen sich die Vereinsmitglieder, dass sie in diesem Jahr Unterstützung von Spreewaldbauer Karl-Heinz Ricken bekommen. Die Berliner Kabarettistin Marga Bach kommt im November nach Vetschau. Im Speisesaal des Landwirts kann sie immerhin vor mindestens 200 Besuchern auftreten.
Dem Verein ist es zudem gelungen, den Namensforscher Prof. Jürgen Udolph in die Stadt zu holen. Am 16. August wird er in der Wendischen Kirche nach den Wurzeln so mancher Namen aus Vetschau und Umgebung suchen. Zu diesem Zweck können Neugierige ab sofort ihre Namen schriftlich (Maxim-Gorki-Straße 18 in 03226 Vetschau) oder per E-Mail (BibVetschau@t-online.de) an die Bibliothek Vetschau schicken. „Professor Udolph will seinen Termin auch nutzen, um seiner Frau mit einem Spreewaldbesuch eine Geburtstagsüberraschung zu machen“, erzählt die Vereinsvorsitzende.
Ein „Mord an der Rotbuche“ soll am 9. März aufgeklärt werden. Eine entsprechende Geschichte für Frauen soll an diesem Tag in der Bibliothek erzählt werden. „Frauen denken anders, Männer nicht“ – davon ist der Kabarettist Matthias Machwerk überzeugt und möchte den Frauen am 11. März im Rittersaal einen vergnüglichen Nachmittag bereiten. „Finden Veranstaltungen in kleineren Räumen statt, können wir natürlich keine Reservierungen vornehmen. Interessierte sollen ganz einfach kommen. Ein Stuhl zusätzlich findet sich sicher immer“, sagt Hannelore Pleger.
Zuwachs für Kulturverein
Für mehr Kultur in der Stadt interessieren sich offensichtlich doch mehr Menschen als gedacht. Denn der Verein hat in den vergangenen Monaten Zuwachs bekommen. „Von bisher 40 ist unsere Mitgliederzahl auf knapp 50 gewachsen“, stellt die Vorsitzende erfreut fest. Unterstützung erfahre der Kulturverein auch bei der Gewinnung neuer Mitglieder von der Bibliothek beziehungsweise deren Freundeskreis. Vetschauer selbst sind es auch, die das Jahresprogramm des Vereins mitgestalten. Kantorin Susanne Drogan leitet den ökumenischen Kirchenchor, der für den 25. März zu Chor- und Instrumentalmusik zur Passionszeit in die Wendische Kirche einlädt. Marie Joana Heinrich wird mit ihrem Saxophon am 26. August im Innenhof des Stadtschlosses anzutreffen sein.
Das Vetschauer Frühlingsfest zieht in diesem Jahr an seinen Ursprung zurück. Am 22. April wird es vorwiegend in der Hellmannstraße und auf dem vorderen Marktplatzbereich stattfinden. „Wir wollen damit auch unsere jungen Geschäftsleute im wieder eröffneten Alten Brauhaus und im Café einbeziehen, das im März öffnen soll“, begründet dies Hannelore Pleger. Mit dem traditionellen Weihnachtsmarkt im Schlosspark wird auch dieses Kultur-Jahr in Vetschau wieder ausklingen. Das zu stemmen aber schaffen die Vereine nicht mehr wie bisher. Bei einer gemeinsamen Beratung mit der Stadt waren sich die Beteiligten einig darüber, dass es ein unkommerzieller Markt in gewohnt hoher Qualität bleiben soll. Doch er müsse auf ein neues Fundament gestellt werden.
Gunther Schmidt vom Gewerbeverein kündigte einen entsprechenden Antrag seiner CDU-Fraktion im Vetschauer Stadtparlament an. Hannelore Pleger vom Kulturverein beklagt auch die zunehmend dürftige finanzielle Unterstützung durch Sponsoren.
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Erstellt am: 07. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 07. Februar 2012, 11:37 Uhr
Autor: Hannelore Kuschy

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