Landwirte bei Frost in den Startlöchern
In Fleißdorf wird Pflanzen-Verkauf vorbereitet
Fleißdorf Der Winter ist noch nicht weg und der Frühling noch nicht da. Die Landwirte aber zwischen Altdöbern und Vetschau stehen in den Startlöchern und hoffen darauf, dass es mit den Nachtfrösten bald vorbei ist und die Böden auftauen. „Deshalb geht momentan nicht allzu viel. Wenigstens haben Winterroggen und Raps bisher keinen Schaden genommen“, sagt Rainer Wendland, Betriebsleiter der Altdöberner Agrar GmbH. Er könne sich nicht daran erinnern, dass in seinen 20 Jahren als Landwirt jemals so lange Schnee gelegen hat wie in diesem Winter.
In der Göritzer Agrar GmbH wird gerade Dung auf den Feldern zwischengelagert, damit er schnell ausgebracht werden kann, wenn die Böden frostfrei sind. „Außerdem gibt es noch allerhand im Büro zu tun, Sachen, die über längere Zeit liegengeblieben sind, müssen aufgearbeitet werden.
Außerdem finden zahlreiche Veranstaltungen, zum Beispiel zur Agrarförderung statt, die ich dann schon mal besuche“, sagt Geschäftsführer Thomas Goebel. In der Fleißdorfer Gärtnerei wird versucht, die Folien der durch Schnee und Eis zerstörten Zelte aus der gefrorenen Erde zu bekommen. In den ersten drei Gewächshäusern wachsen bereits die ersten Salat-, Blumenkohl-, Kohlrabi- und anderen Pflanzen. Auf weiteren Dächern wechseln drei Mannschaften die zerstörten Glasscheiben aus. Am gestrigen Donnerstag ist ein Laster mit weiteren Pflanzen aus dem Raum Torgau eingetroffen. „Am 19. und 20. März werden im Göritzer Gemüsegarten am Hofladen alle möglichen Pflanzen verkauft – am Freitag bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 12 Uhr. Agrar-Ingenieur Georg Richter aus der Gärtnerei wird Tipps geben, auch zur Düngung“, kündigt Thomas Goebel an. Dass es endlich losgehen kann, darauf wartet auch Matthias Kurth von der Lindenhof GbR in Craupe, von der 670 Hektar zu bewirtschaften sind. „Probleme könnte es mit den Kartoffeln geben, wenn sie nach dem 10. April noch nicht im Boden sind“, stellt er fest. Der Stalldung auf den Feldern bleibt liegen, bis er eingearbeitet werden kann. „Ansonsten reparieren wird unsere Technik“, so Kurth. Er, seine vier Angestellten und ein Lehrling haben außerdem noch Tiere zu füttern.

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