25. Februar 2009, 00:00 Uhr

Heimatvereine aus Calau und Altdöbern bei Geschichtsbörse

Ausflugsempfehlungen in Potsdam präsentiert

Calau/Altdöbern Der Heimatverein Calau hat auf der 5. Potsdamer Geschichtsbörse gemeinsam mit dem Altdöberner Heimatverein einen Einblick in den geschichtlichen und heimatkundlichen Fundus des nördlichen Oberspreewald-Lausitz-Kreises gegeben.

Am Stand, den der Calauer und der Altdöberner Heimatverein gemeinsam gestaltet hatten, informierten sich Besucher der 5. Geschichtsbörse über Ausflugsziele mit historisch interessantem Hintergrund. Foto: stu Foto: stu
An historischer Stelle im alten Kutschstall am Neuen Markt in Potsdam wurden eigene Publikationen und historisch Sehenswertes der Region präsentiert. Rund 1000 Besucher drängten sich durch die Vielzahl der Stände, suchten den Erfahrungsaustausch und informierten sich über geschichtsträchtige Ausflugsziele in Brandenburg. Heimat- und Geschichtsvereine, Ortschronisten, Museen, Tourismusvereine und auch Verlage stellten ihre Angebote den Besuchern vor. Etwa 70 Aussteller aus Berlin und Gäste der benachbarten polnischen Wojewodschaften Lubuskie und Zachodniopomorskie waren gekommen. Eröffnet hatte die fünfte Geschichtsbörse Johanna Wanka, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

In einem Vortragsprogramm zu verschiedenen Themen der brandenburgisch-preußischen Geschichte wurden die Besucher zudem auf eine Vielzahl von Projekten aufmerksam gemacht und animiert, neue Möglichkeiten für die Forschungsarbeit auszuschöpfen. Der Heimatverein Calau gehört als Aussteller inzwischen zu den Stammgästen der Geschichtsbörse. Die Arbeit der Calauer, die auch die Bustour für Heimatfreunde aus Wormlage, Altdöbern, Vetschau und Lübbenau organisiert hatten, wird vom Veranstalter, dem Historiker Dr. Volker Punzel, geschätzt: „Die Basisarbeit liegt nun mal in den Vereinen. Wir bieten hier eine Plattform dafür, dass sich Interessierte treffen können und Netzwerke knüpfen. Der Heimatverein Calau gehört im OSL-Kreis zu den Vorreitern.“ Hans Kober, der den Stand der Calauer mit betreute und die von ihm publizierte Postgeschichte vorstellte, zeigte sich über den Zuspruch überrascht: „Hier ist ja allerhand los. Vor allem überrascht mich, wie bekannt Calau in Brandenburg ist. Die Besucher kommen mit ganz konkreten Fragen zu Carl Anwandter oder der Wertheim-Familie, die einst in Saßleben einen Sitz hatte“, sagte der Calauer Heimatforscher.

Diesen Eindruck nahm auch Matthias Nerenz vom Calauer Heimatverein mit, der erst kürzlich zum sachkundigen Bürger im Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung berufen worden war. „Hier bieten sich für unseren Verein und für die Stadt Calau ganz neue Möglichkeiten der öffentlichen Wahrnehmung. Die Verbindung von Geschichte und Tourismus nimmt zu. Das kann sich nur positiv für unsere Region auswirken“, sagte Matthias Nerenz.

Begeistert zeigten sich die Heimatfreunde aus Altdöbern, die erstmals bei der Geschichtsbörse dabei waren. „Altdöbern ist bekannter, als wir dachten, besonders unser Schloss und der Park. Wenn wir geahnt hätten, auf welche Resonanz wir hier treffen, hätten wir uns wohl anders ausgestattet“, stellte Rolf Wünsche fest. Dass der Informationsstand im nächsten Jahr noch wirkungsvoller gestaltet werden kann, sagte Matthias Nerenz. „Es gibt da noch viele Möglichkeiten. Der Februar liegt vor der Urlaubssaison und viele planen noch Ausflüge oder ihren Urlaub. Diese Möglichkeit müssen wir besser nutzen“, erklärte er.

Stephan Uhlig

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Erstellt am: 25. Februar 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 25. Februar 2009, 01:27 Uhr
Autor: Stephan Uhlig

Stephan Uhlig

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