06. Februar 2012, 00:00 Uhr

Gartensparte führt Kampf gegen das Wasser an mehreren Fronten

Interessengemeinschaft ist in Lübbenau um sachliche Arbeit bemüht / Treffen im Februar geplant / Konkrete Absprachen erwartet

Lübbenau Nur das Eis glättet die Wogen: Ansonsten aber meldet auch die Gartensparte „Jugend“ in Lübbenau Land unter. Mehrere Parzellen stehen unter Wasser und wurden in den vergangenen Tagen zu Eisbahnen.

In der Gartensparte Jugend stehen Parzellen unter Wasser. F.: G. Noatsch


Vor zehn Monaten haben Pächter aus der Sparte eine Interessengemeinschaft gegründet; mittlerweile hat diese nach Angaben ihres Sprechers Wilfried Kadalowski 240 Mitglieder. Sie eint die Sorge um die Gärten an der Kraftwerkstraße – wobei es zwischen beidem direkte Zusammenhänge gibt. Die IG hat sich den Namen „Wasser und Verkehr“ gegeben.

Nach fast einem Jahr bilanziert Kadalowski zumindest einen umfangreichen Schriftverkehr, leider manchmal recht einseitig, wie der Sprecher feststellt. Der IG sei an einer sachlichen und objektiven Zusammenabreit gelegen. Die Forderung: Die Sparte brauche einen Abfluss in Form eines Stichgrabens in Richtung Nordgraben. Ohne eine solche Lösung bliebe den Gartenpächtern nur, dauerhaft zu pumpen – mit Stromkosten, die zum Teil von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft getragen werden, oft aber auch auf eigene Rechnung gehen. Für die Graben-Lösung haben die Mitglieder Karten gewälzt und Zeichnungen angefertigt. Begehungen mit Mitarbeitern des Wasser- und Bodenverbandes folgten.

Dabei kämpft die IG gleich an mehreren Fronten. Das überschüssige Wasser soll möglichst schnell weg. Allerdings, so sagt es der Sprecher, seien einige der IG-Schreiben – so aus dem August 2011 - bislang von Behörden nicht beantwortet. Wasser läuft zudem aus Richtung Kraftwerkstraße in die Gärten, weil der Straßengraben zugewachsen ist. Dafür ist der Landkreis Oberspreewald-Lausitz zuständig.

Zudem ahnen die Pächter, dass mit dem geplanten Bau des Kreisverkehrs am Südkopf der Bahnlinie nicht nur Flächen verloren gehen werden. Zum einen soll kein Regenwasser vom Hochkreisel in Richtung Gärten abgeleitet werden. „Außerdem brauchen wir da einen funktionierenden Schallschutz“, erklärt Kadalowski.

2012 will die IG entscheidende Schritte vorankommen. Noch im Februar soll es ein Treffen aller Beteiligten in der Sparte geben. Kadalowski erhofft sich davon konkrete Absprachen und Verantwortung „über den Tellerrand hinaus“. Denn noch – und so steht es auch über seinem Bilanzpapier - bleibt das Wasser für die Kleingärtner ein „Schreckgespenst“.
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Erstellt am: 06. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 06. Februar 2012, 10:48 Uhr
Autor: Jan Gloßmann

Jan Gloßmann

Jüngste Kommentare (1)

Rechtschreibung

von unbekannt

bei Euch müßte mal jemand Fehler lesen....

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