Fest soll Dahmer Tierpark aus Geldnot retten
Dahme. Das Tierparkfest am Pfingstsonntag, dem 11. Mai, wird für die Interessengemeinschaft (IG) Tierpark zur Stunde der Wahrheit . Das hat IG-Vorsitzender Ulrich Redlich während einer Zusammenkunft der Tierfreunde deutlich gemacht, die sich ehrenamtlich um den Tierpark kümmern.
Das Fest sei für die IG Haupteinnahmequelle, um die Tiere zu versorgen und in Gehege und Anlagen zu investieren, so der Vorsitzende. Im Vorjahr hatte es 1800 Euro erbracht und damit nach IG-Angaben nur ein Drittel des sonst Üblichen. Das schlechte Wetter sowie die Kombination von Tierpark- und Heimatfest nannte Ulrich Redlich als Gründe. «Geld, das beispielsweise auf dem Rummel ausgegeben wurde, hat dem Tierpark gefehlt. Bei den Leuten ist der Groschen knapp» , so der IG-Chef. Mit ihrer gegenwärtigen Finanzdecke könnten die Tierfreunde gerade noch die Futterkosten bis zum Tierparkfest bezahlen und dessen Programm sichern, dann sei Schluss, beschrieb Finanzbeauftragte Katrin Pietsch den Ernst der Lage.
Erstmals an der Schlossruine
Als eine Schlussfolgerung werden die Tierfreunde ihren Jahreshöhepunkt wieder getrennt vom Heimatfest veranstalten, kündigte Ulrich Redlich an. Ausgetragen wird das Tierparkfest erstmals an der Schlossruine. Nach der Eröffnung am Pfingstsonntag um 13.30 Uhr durch die Alten Herren des Spielmannszuges warte ein buntes Programm mit Hip-Hop-Show, dem Dahmer Gospelchor «Voices» , der Gebersdorfer Theatergruppe «Irrlichter» , dem Luckauer Tanzstudio «La Belle» und weiteren Mitwirkenden aus der Region, sagte Ulrich Redlich.
Für die jüngsten Festbesucher seien eine Bastelstraße, Kletterstange und Wettspiele geplant. Zudem werde von den Kindern der Tierpark-Arbeitsgemeinschaft eine Schatzsuche vorbereitet.
Der Eintritt zum Fest ist laut Organisatoren frei. Die Erlöse aus Aktionen und Verkäufen sollen den Tieren zugute kommen, sagte Ulrich Redlich. Dazu gehöre die traditionelle Tombola, bei der es keine Nieten gibt, so der IG-Chef.
An den bunten Nachmittag werde sich bis in die späten Abendstunden Musik mit der Gruppe «Saitensprung» anschließen. Die Gruppe mit einem Repertoire von Stimmungsmusik bis Rock habe zur Kneipennacht im Vorjahr in der Schlossruine das Publikum begeistert, erzählte er.
Hilfe willkommen
Ulrich Redlich verwies auf derzeit 39 Tierpatenschaften, die dem Tierpark eine finanzielle Hilfe seien. Dabei übernehmen Interessierte für ein Jahr die Futterkosten für ihr Tier. Während des Festes werden erneut Urkunden an Tierpaten übergeben. Informationen gibt es beim IG-Vorstand.
Daneben bekomme die Einrichtung von Privatleuten und kleinen Betrieben Unterstützung bei der Futterbeschaffung, berichtete der IG-Chef. Auf diese Weise sei es möglich, die Ausgaben zu senken. «Stroh, Heu, Kartoffeln, Mais oder auch Sonnenblumen werden als Spenden im Tierpark jederzeit gern angenommen» , sagte Tierpflegerin Evelyn Fahr.
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Erstellt am: 10. März 2008, 00:00 Uhr
Geändert am: 10. März 2008, 01:28 Uhr
Autor: Carmen Berg

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