10. März 2010, 00:00 Uhr

Engelsstimme aus New York bezaubert in Kausche

Konzert für Steinitzer Kirche in der Kauscher Hoffnungskirche

Kausche In der Hoffnungskirche Kausche fand ein Konzert mit der Gruppe Epiphanie Project aus New York statt. Das Konzert war eine gemeinsame Veranstaltung von Gut Geisendorf und der Kirchengemeinde Drebkau-Steinitz-Kausche. Der Erlös aus den Eintrittsgeldern wird für die Erhaltung der Steinitzer Kirche verwendet.

„Das war ein kultureller Höhepunkt“, fasste Harald Kupsch seine Eindrücke zusammen. Der Ranzower war mit seiner Frau Jutta nach Neu Kausche gekommen, um sich in der Hoffnungskirche von der Musik des New Yorker Trios Epiphany Project verzaubern zu lassen.

„Das ist handgemachte Musik, wie wir sie mögen“, schwärmten Jutta und Harald Kupsch. Sie sind Mitglieder eines regionalen Posaunenchores und waren begeistert vom vier Oktaven umfassenden gesanglichen Können von Bet Williams. Als „Wohlklänge einer Engelsstimme“ bezeichneten die Zuhörer ihre Eindrücke. John Hodian (Klavier) und Mal Stein (Schlagzeug/Trommel) zeigten sich als Virtuosen an ihren Instrumenten.

„Ein unkompliziertes Trio ohne Starallüren – es macht riesigen Spaß, mit diesen Musikern durch Deutschland zu touren“, sagte Tour-Manager Dierk Schlie. Dass die als großer musikalischer Geheimtipp der amerikanischen Ostküste gehandelte Band nach Konzerten in Hamburg und Leipzig und vor Auftritten in Berlin, Eisenach und im Landgasthof Schlepzig (Samstag, 17. April, 20 Uhr) in Neu Kausche gastierte, ist kein Zufall.

„Ein ungewöhnlicher Veranstaltungsort“, gesteht Siegfried Laumen. „Da aber die Saison auf Gut Geisendorf noch nicht begonnen hat, uns aber dieses attraktive Konzertangebot vorlag, ist unsere Wahl auf Neu Kausche gefallen“, erklärte der Leiter des Kulturforums Lausitzer Braunkohle. Der Erlös des Konzertes in der Hoffnungskirche werde der Steinitzer Kirche zugute kommen.

An der Kirche in diesem Drebkauer Ortsteil nagt der Zahn der Zeit. Nur wenn es gelingt, genügend Mittel in die Hand zu nehmen, kann das historische Kleinod vor dem Verfall gerettet werden.



„Für den 26. März ist auf Gut Geisendorf ein Treffen vorgesehen, bei dem über die Zukunft der Steinitzer Kirche diskutiert wird“, sagte Jürgen Truschkewitz, Mitglied des Gemeindekirchenrates Drebkau-Steinitz-Kausche. Zu dem Gespräch, in dem es unter anderem um Zielstellungen, Verfahrensweisen und spätere Nutzungen geht, sind Vertreter des Gemeindekirchenrates, der Denkmalbehörden, der Kommune und des Energiekonzerns Vattenfall eingeladen, dessen Tagebau Welzow-Süd nur wenige Hundert Meter an Steinitz vorbeiführt. „Wir sind zuversichtlich, dass der Erhalt der Steinitzer Kirche gelingt“, betonte der im Bauausschuss des Gemeindekirchenrats tätige Truschkewitz während der Konzertpause, um dann wieder dem Klangzauber von Epiphany Project zu lauschen.

Die sphärische, weltliche und avantgardistische Musik des Trios traf den Nerv des Publikums, das seine amerikanischen Gäste erst nach zwei Zugaben weitereisen ließ.
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Erstellt am: 10. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 10. März 2010, 10:39 Uhr
Autor: Von Uwe Hegewald

Von Uwe Hegewald

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