Digitalfunk für die Helfer ab 2014
Feuerwehren aus Lübbenau, Vetschau, Calau und Altdöbern steigen gemeinsam um
Lübbenau Die Feuerwehren in Lübbenau, Calau, Altdöbern und Vetschau sollen zeitgleich ins digitale Funk-Zeitalter starten. Geplant ist die Einführung für 2014, erklärt Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos).
Auf die Kommunen kommen damit allerdings erhebliche Kosten zu.
Während Lübbenau für das kommende Jahr die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges plant, muss die Kommune für die Einführung der Digitalfunk-Technik voraussichtlich etwa 150 000 Euro aufbringen. Calau geht von mehr als 100 000 Euro aus. Das Land habe keine Förderung in Aussicht gestellt, so Lübbenaus Stadtoberhaupt Helmut Wenzel.
Somit müssten die Kommunen die Einführung der Technik komplett allein finanzieren. Dabei seien der Katastrophenschutz und die Sicherung beispielsweise der Autobahnen aus Sicht der Städte Sache des Landes – dort werde der Digitalfunk für die Arbeit der Helfer besonders wichtig werden. Gerechnet wird für die Beschaffung eines Handfunkgerätes mit nötigem Zubehör mit Aufwendungen in Höhe von 1000 Euro pro Stück.
Hinzu kommen künftig Kosten für den Netzbetrieb und die Unterhaltung der Funktechnik, die beispielsweise in Lübbenau mit voraussichtlich 1500 Euro jährlich zu Buche schlagen.
Fachleute rechnen damit, dass es im kommenden Jahr den ersten Probebetrieb für das digitale Funknetz geben wird. Landesweit soll die Einführung Ende Dezember 2015 beendet sein. Sie geht auf einen Beschluss der Innenministerkonferenz von 2007 zurück
Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz versprechen sich von der moderneren Technik stabilere Verbindungen während der Einsätze. Schnelle Informationen können lebensrettend sein. So hatte Calaus Stadtwehrführer Andrè Dreßler Mitte Januar an das Sturmtief „Kyrill“ erinnert. Das war zu Jahresbeginn 2077 über Europa hinweggezogen, hatte Todesopfer gefordert und erhebliche Schäden hinterlassen. Die Feuerwehren und Katastrophenschützer waren flächendeckend im Einsatz – und das analoge Netz „hoffnungslos überlastet“.
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Erstellt am: 10. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 14. Februar 2012, 13:03 Uhr
Autor: Jan Gloßmann

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