29. Januar 2009, 00:00 Uhr

Der Vater des Biosphärenreservats

Manfred Werban arbeitet auch im Ruhestand als Naturschützer und Wissenschaftler

Für Vater August Werban war eigentlich klar, dass aus dem Jungen mal was „Ordentliches“ werden sollte. Schmied oder Maurer, wie er selbst einer war, kamen da in die engere Wahl. Für Manfred war das gar nicht so klar. Für ihn, der inmitten der üppigen Natur des Spreewaldes aufgewachsen war, kam nur ein Beruf im Freien infrage. Jahre später sollte er das Biosphärenreservat Spreewald aufbauen und bis zum Jahr 2003 leiten.

Heimlich erkundigte sich der junge Manfred Werban nach einer Waldarbeiterlehre und fand in Förster Karl Fietze in Weißkollm einen Lehrherren. Nur Mutter Henriette wurde kurz vor Lehrbeginn informiert, dann setzte sich Manfred von zu Hause ab. Über ein Jahr grollte der Vater über die Eigenmächtigkeit seines Sohnes, dann kehrte wieder häuslicher Friede ein. „Dennoch war es eine der schönsten Zeiten für mich, ich war in meiner geliebten Natur, hatte beim Förster Familienanschluss gefunden und durfte vom ersten Tag an alles machen“, erzählt er später.

Landschaftsplaner gespielt

Der Spreewälder kannte Tagebaue und deren Hinterlassenschaften bis dahin nur vom Hörensagen, in der Weißkollm-Knappenroder Gegend war dies aber das beherrschende Thema unter den Forstleuten. Wie und womit sollten die Kippen aufgeforstet werden? „Ich fand es damals schon nicht gut, dass einfach nur Kiefern in die Erde gebracht wurden.

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Erstellt am: 29. Januar 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 29. Januar 2009, 01:30 Uhr
Autor: Von Peter Becker

Von Peter Becker

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