09. Februar 2010, 00:00 Uhr

Calauer Straßenmeisterei stopft notdürftig Schlaglöcher

Straßenmeisterei kontrolliert / Auch Warnschilder aufgestellt

Calau Die ersten Warnschilder mahnen zu Vorsicht vor Straßenschäden. Schlaglöcher, die plötzlich zwischen Schnee und Eis zum Vorschein kommen, erschrecken Autofahrer. Der Landesbetrieb Straßenwesen rechnet mit so vielen aufgefrorenen Straßen wie selten zuvor. „Im Augenblick können wir nur notdürftig die größten Löcher füllen“, erklärt Ludwig Herrn vom Landesbetrieb. So waren am Montag Mitarbeiter der Calauer Straßenmeisterei unter anderem in der Lübbenauer Kraftwerkstraße zugange.

„Montags merken wir ganz besonders, wie die vielen Löcher wieder gewachsen sind“, sagt Wolfgang Reichert von der Calauer Straßenmeisterei besorgt. Seine Kollegen seien Tag für Tag auf den Straßen unterwegs und kontrollieren den Zustand der Fahrbahnen – mindestens zweimal in der Woche auf jedem Abschnitt der rund 270 Kilometer Bundes- und Landesstraßen in Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster. Die größten Schlaglöcher werden zur Sicherheit mit Kaltmischgut verfüllt.

„In den meisten Fällen haben unsere Kontrolleure Reparaturgut gleich dabei und können stopfen“, so Reichert. Schlaglöcher mit drei bis vier Zentimetern seien zu flach, um sie provisorisch zu füllen. Deshalb würden wie auch im Vetschauer Ortsteil Suschow Warnschilder aufgestellt. Diese sollten von den Autofahrern sehr ernst genommen werden, rät Ludwig Herrn vom Landesbetrieb und bittet um Geduld. Er rechnet in diesem Jahr mit erheblich größeren Schäden als in jedem der vergangenen rund 30 Jahre. „Das war bisher der härteste Winter seit einer ganzen Generation. Besondere Auswirkungen zeigt er durch den ständigen Wechsel von Schnee, Frost und geringen Plusgraden“, erläutert er. Gründliche Raparaturen mit Heißmischgut seien derzeit nicht möglich, weil dies nur bei entsprechenden Temperaturen sinnvoll wäre. Zudem würden die Mischwerke jetzt nicht arbeiten. Das ganze Ausmaß der Schäden werde erst deutlich bei den Frühjahrsbefahrungen, die alljährlich ab Anfang März einsetzen. „Dann werden wir Schäden erkennen, von denen wir jetzt noch nichts wissen“, sagt er.

Die Calauer Straßenmeisterei arbeitet nach wie vor in zwei Schichten, erklärt Wolfgang Reichert mit Blick auf weitere vorausgesagte Schneefälle noch in dieser Woche. Während einerseits der gewohnte Winterdienst zu absolvieren sei, sorgen andere Mitarbeiter dafür, dass die größten Schlaglöcher vorübergehend verfüllt werden. „Wir nutzen dazu alle zur Verfügung stehenden Hilfsmittel, um die Füllung so haltbar wie möglich zu machen“, versichert der Meisterei-Chef.

Die Situation im Oberspreewald-Lausitz-Kreis sei jedoch vergleichsweise entspannt. „Im Elbe-Elster-Kreis, der zu einem Teil in unsere Verantwortung fällt, sieht die Lage viel schlimmer aus“, beschreibt er die Situation und ergänzt: „Erst nach dem Winter können wir einen Strich unter die Rechnung machen und auch sagen, was uns der Winterdienst und die Reparaturen kosten.“

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Erstellt am: 09. Februar 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 09. Februar 2010, 10:32 Uhr
Autor: Von Hannelore Kuschy

Von Hannelore Kuschy

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