Seit 1996 gibt es im Krankenhaus Senftenberg eine Stroke Unit, eine Spezialabteilung zur Behandlung von Schlaganfällen. Es war nach der Wende die erste Stroke in den neuen Bundesländern, die fünfte in ganz Deutschland. Foto: Steffen Rasche
Foto: Steffen Rasche
An jedem Tag wird ein Schlaganfall-Patient auf die Stroke im Senftenberger Krankenhaus eingeliefert. Rund 400 Kranke werden in der Spezialabteilung im Klinikum Niederlausitz jährlich behandelt. Weil die Warnzeichen oft nicht erkannt werden, kommen noch immer zu viele Patienten zu spät ins Krankenhaus. Der Schlaganfall, der durch den Verschluss eines Blutgefäßes im Gehirn oder durch eine schwere Einblutung entsteht, trifft sie wie ein Blitzschlag aus heiterem Himmel. Vor 15 Jahren, als die Senftenberger Ärzte begannen, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren, kamen viele Patienten erst nach mehreren Tagen auf die Stroke. Heute haben sich die Einlieferzeiten deutlich verbessert. Zwei Drittel der Betroffenen erreichen das Senftenberger Krankenhaus zwischen zweieinhalb und viereinhalb Stunden. Dieser Wettlauf mit der Zeit bleibt für Dr. Stefan Brehme, Chefarzt der Medizinischen Klinik II, entscheidend.
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