10. März 2010, 00:00 Uhr

Anerkennung für das „Geometrische Chaos“ in Lübbenauer Schule

„Kreativ statt aggressiv“ in Lübbenauer Schule „Ehm Welk“

Lübbenau Nach dem erfolgreichen Projekt „Grünes Klassenzimmer“ im Vorjahr hat es erneut Anerkennung für „Kreativ statt aggressiv“ an der Lübbenauer Oberschule „Ehm Welk“ gegeben. 70 Schüler der 7. bis 10. Klasse wirkten am neuen Projekt mit, das in einer Ausstellung vorgestellt wurde.

Matthias Münch im Gespräch mit Nadine Mersch, Marie-Luis Peth und Cindy Helbing aus der 8. Klasse (v. r.). Foto: bdm Foto: bdm
„Stolz bin ich schon auf meine Arbeit“, sagt Nando Stein aus der 9. Klasse. Etwa 20 Stunden arbeitete der 15-Jährige an seinem Mosaik-Bild „Lebensadern“. Weiße und rote Steinchen durchziehen das 50 mal 40 Zentimeter große Kunstwerk. „Die weißen Steine stellen die abgestorbenen Lebensadern und die roten Steine die noch lebensfähigen Blutgefäße dar“, erklärt er sein Werk. Auch an der mächtigen Mosaik-Säule „Netzwerk der Vielfalt“ am Schuleingang hat der Schüler seine künstlerischen Spuren hinterlassen.

Im September 2009 fiel der Startschuss zum Projekt „Kreativ statt aggressiv“. Als Projektmanagerinnen fungierten Edeltraut Lessing, Lehrerin für Kunsterziehung, sowie Klassenlehrerin Heidrun Dietsch. „Ohne die entsprechende Kompetenz hätten wir das Projekt kaum stemmen können“, so Schulleiterin Gabriela Lehmann. Sie würdigte die Unterstützung durch Bildhauer Matthias Münch.  „Man spürt, dass Erik Litsche den Mut hatte, mit seiner Arbeit ,Two Faces' wagemutige Schritte zu gehen“, erklärte er und zeigte auf das Mosaik mit roten und blauen Steinen. „Mir gefällt es auch“, so die Sängerin Carmen Hofacker, die gemeinsam mit Mike Lessing die Eröffnungsfeier musikalisch begleitete.

„Ich wollte viel Ruhe in mein Bild bringen“, erläuterte Jacqueline Flamma (15) aus der 9. Klasse und nannte ihr Werk „Ein ruhiger Ort“. „Das Thema hat mich begeistert, aber die Umsetzung war komplizierter als gedacht“, resümierte der 16-jährige Christoph Ziegner, der seine Arbeit „Schwung“ nannte.

Obwohl ein „Geometrisches Chaos“ jeden Mathematik-Lehrer in helle Aufregung versetzen würde – in der Ausstellung fand die Arbeit mit gleichem Namen von Erik Eisert Anerkennung. 

Teamarbeit gab es durch Cindy Helbing (14) und Marie-Luis Peth (15) an ihrem Mosaik „Zeitreisend“. Irina Kalisch schaute sich „Ying Yang anders“ ihres Sohnes Nico an. Für die jungen Künstler war es wichtig, die sozialen Komponenten zu schulen, Zusammenarbeit zu fördern und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. „So meisterten wir das Projekt“, war sich Nadine Mersch sicher. Die 14-Jährige war mit ihrer Arbeit „Die drei Linien“ in der Ausstellung vertreten.
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Erstellt am: 10. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 10. März 2010, 10:34 Uhr
Autor: Von Bernd Marx

Von Bernd Marx

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