13. Juli 2009, 00:00 Uhr

Windpark in Briesensee wird mit Fest eröffnet

Ortsvorsteherin und Verein sehen Anlage positiv

Briesensee Windkraftanlagen sind in der Spreewald-Region umstritten. Daher erstaunte zunächst die Tatsache, dass der Briesenseer Traditionsverein sich an der Eröffnungsfeier des dortigen Windparks am Samstag beteiligte.

Rotoren über Rotoren beim Windparkfest in Briesensee: Die Helikopterflüge waren bei den Besuchern begehrt. Foto: Andreas Staindl Foto: Andreas Staindl
Ralf Reit, Vereinsvorsitzender erklärte: „Ohne die finanzielle Unterstützung der Windmüller wäre es schwierig, Veranstaltungen wie etwa unsere traditionelle Fastnacht durchzuführen.“ Er sei froh, dass sich die „WindSale GmbH“, der Betreiber des Windparks, finanziell am gesellschaftlichen Leben in Briesensee beteiligt. So habe man auch gemeinsam das Einweihungsfest organisiert. „Ohne das finanzielle Engagement des Betreibers hätte es das Fest, das quasi ein Dorffest ist, nicht gegeben“, so Ralf Reit.

Zahlreiche Besucher kamen zu der Veranstaltung. Gudrun Petrick, Geschäftsführerin der „WindSale GmbH“, ging von 500 Gästen aus. Nicht zu übersehen waren die elf Anlagen mit einer Höhe von 170 Metern und Rotordurchmessern von 90 Metern. Wer wollte, konnte sich die „Spargel“ auch von oben anschauen. Es wurden kostenlose Hubschrauberrundflüge angeboten, die stark gefragt waren. 

Mit den „Original Berstetaler Blasmusikanten“ wurde das Fest am frühen Nachmittag eröffnet. Während sich die Erwachsenen beispielsweise über erneuerbare Energien informieren konnten, haben sich die jüngeren Gäste auf der Hüpfburg, beim Ponyreiten, Schminken oder Basteln amüsiert. Der Traditionsverein hatte sich um einen Kuchenbasar gekümmert. Zudem stellte die „WindSale GmbH“ eine Schautafel am Festplatz auf, die über technische Details des Windparks informierte.

Laut Ortsvorsteherin Doris Groger stehe die Mehrheit der Briesenseer dem Windpark positiv gegenüber: „Wir haben die Einwohner damals gefragt, ob sie den Windpark wollen. Als die Mehrheit sich dafür aussprach, haben wir die entsprechenden Beschlüsse auf den Weg gebracht. Wir haben unsere Entscheidung nicht bereut.“ Auch wenn die Windräder jetzt höher seien als ursprünglich angekündigt, sei man mit dem Betreiber zufrieden, sagte Doris Groger. 

Der nächste Windpark ist zudem laut Gudrun Petrick schon in der Planung: „Bei Biebersdorf in der Gemeinde Märkische Heide entsteht ein ganz ähnlicher Windpark wie dieser hier. Die Grundstücke für die ebenfalls elf Windkraftanlagen bei Biebersdorf haben wir schon von den alten Eigentümern gekauft.“ Demnächst stehe die Stellungnahme der Gemeindevertretung der Märkischen Heide an. Gudrun Petrick geht davon aus, dass es vom Gemeinderat, aber auch von den zuständigen Landesbehörden grünes Licht für den Windpark Biebersdorf geben wird.

Ein Windparkfest sei auch dort schon geplant, kündigte sie an: „Am 15. und 16. August feiern wir zusammen mit der Gemeinde Märkische Heide ihr Gemeindefest.“ Andreas Staindl
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Erstellt am: 13. Juli 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 13. Juli 2009, 09:50 Uhr
Autor: Andreas Staindl

Andreas Staindl

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