Lübben Die Lübbener Stadtverordneten haben die Verwaltung beauftragt, einen Maßnahme-Finanzierungs-Katalog für das geplante „Wasserreich Spree“ zu erarbeiten. Damit folgten sie einstimmig einem Vorschlag der Fraktion Pro Lübben. Die drückt bei dem Millionenprojekt aufs Gaspedal und schreibt ihm existenzielle Bedeutung für Tourismus und Mittelstand der Stadt zu.
11.03.2010
„Wir haben mit dem ,Wasserreich Spree' eine phantastische Idee vor uns liegen“, sagte Frank Selbitz, Fraktionsvorsitzender von Pro Lübben. Es soll als „WelcomeCenter“ des Spreewalds gestaltet werden. Es sei von existenzieller Bedeutung für das heimische Tourismusgewerbe sowie den ortsansässigen Mittelstand. Jedoch hätten die bisherigen Gespräche zur Finanzierung und Betreibung mit Partnern wie dem Landkreis Dahme-Spreewald nicht den erhofften Erfolg gebracht.
Entscheidung gefordert
„Ende dieses Jahres müssen wir sagen: Jawohl, die Realisierung des Projektes ist machbar. Oder wir müssen wohlüberdacht und nach Abwägung der Gründe ,Nein' sagen“, so Selbitz. Um fraktionsübergreifend gemeinsam eine Entscheidung treffen zu können, sei der geforderte Katalog über die Finanzierung und Planung die Grundlage.
Während der Stadtverordnetenversammlung im April soll er laut Beschluss vorgestellt werden. „Wir haben im März Gespräche mit Projektpartnern und werden auf jeden Fall versuchen, diesen Termin zu halten“, versicherte Bürgermeister Lothar Bretterbauer (CDU).
Die Pro-Lübben-Fraktion hatte außerdem beantragt, einen parlamentarischen Sonderausschuss zu bilden. Seine Aufgabe sollte sein, die Aktivitäten „zur Errichtung des ,Wasserreichs Spree' zu koordinieren, um dem obersten Ziel der touristischen Entwicklung Lübbens Priorität zu verleihen“, wie es in dem Beschlussvorschlag hieß. „Es geht darum, dem Vorhaben den nötigen politischen Druck zu verleihen und zu signalisieren, dass wir hundertprozentig dahinter stehen“, sagte Frank Selbitz.
In Gesprächen vor der Stadtverordnetenversammlung mit dem Bürgermeister sei jedoch der Kompromiss vorgeschlagen worden, dass jede Fraktion einen Abgeordneten in den Fachbeirat der IBA entsendet. Das „Wasserreich Spree“ ist ein Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land.
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