04. Februar 2012, 00:00 Uhr

Von Eidechsen und praktischen Schienenwagen

Lübbener Museum stellt Erich Seifferts Kupferstiche aus

Einen fast Vergessenen aus der Jamlitzer Künstlerkolonie holt das Lübbener Stadt- und Regionalmuseum seit dem gestrigen Freitagabend ans Tageslicht. Die Eröffnung der Kupferstich-Sonderausstellung für Erich Seiffert glich einem Familientreffen.

Nicht nur mit Seiffert-Familienangehörigen gut besucht war die Ausstellungseröffnung im Lübbener Museum. Foto: Ingvil Schirling Foto: Ingvil Schirling
Weit über die Stuhlreihen hinaus standen die zahlreichen Gäste, während Christian Seiffert, Erichs Sohn, und Museumschefin Christina Orphal die Ausstellung eröffneten. „Willkommen zum Familientreffen der Seifferts“, rief dieser augenzwinkernd ins Publikum und erntete Gelächter. Die Lübbener waren nicht ganz in der Minderzahl, verstärkt von einigen Lieberosern, die zur Eröffnung gekommen waren.

Sie sahen präzise Arbeiten eines extrem kurzsichtigen Künstlers mit Humor und Pragmatismus. Sein fein gestochener Hirschkäfer beeindruckte viele, die Eidechse, direkt auf die Platte gestochen, gehört zu den schönsten Stücken der Ausstellung. Entsprechend gewürdigt wird diese Arbeit, indem sie gemeinsam mit sechs Vordrucken in unterschiedlichen Stadien zu sehen ist. Nachvollziehbar werden auf diese Weise die einzelnen Schritte. Christian Seiffert beeindruckte mit seinem fabelhaften Erinnerungsvermögen, das ihn bildhaft von der Arbeit seines Vaters zu einer Zeit erzählen ließ aus der Sicht des kleinen Kindes, das er war. Wie beispielsweise der Vater Zeit und Farbe sparte, in dem er einen Schienenwagen erfand, auf den nebeneinander die gleichen Arbeiten gelegt wurden. Erich Seiffert bemalte die gleichfarbigen Flächen nacheinander und musste den Pinsel nicht auswaschen.



Die Ausstellung „Erich Seiffert – Kupferstiche“ ist im Lübbener Museum bis zum 11. März zu sehen. Geöffnet ist mittwochs bis freitags von 10 bis 16, samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr zu sehen.
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Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 02:51 Uhr
Autor: Von Ingvil Schirling

Von Ingvil Schirling

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