03. März 2008, 00:00 Uhr

Verliebt in ein ganz altes Instrument

Während der Sturm «Emma» draußen um die Hausecken pfiff und Fensterläden zum Wackeln brachte, tauchte die Schlepziger Brauerei am Samstagabend während des ersten deutsch-polnischen Dudelsacktreffens in einen Orkan der hohen Töne ein. Dort war zu einem «Oidche Ghàidhlig» – einem Gälischen Abend – im Rahmen der Konzertreihe «Jazz und Buffet» der Privatbrauerei eingeladen worden. Die „Dresden Pipes&Drums“, die mecklenburgischen „Pipes&Drums of Clan MacLanborough“ und die polnischen „Zbaszyniacy“ schickten ihre Sammelrufe bis in die letzten Ecken des Gebäudes.

Herren in Rot: Die polnischen „Zbaszyniacy“ spielten im Schlepziger Brauhaus auf, unter anderem mit Anna Kummerlöw und den „Dresden Pipes & Drums“. Foto: Jens Golombek
Gespielt wurde auf der Brauhaus galerie. Zusätzlich wurde der Platz zwischen den Sudkesseln kurzerhand zur Bühne umfunktioniert, wobei dann der Rest zur Tribüne avancierte. Immerhin mussten drei Musikergruppen im Gebäude untergebracht werden. „Das ist der totale Wahnsinn“, kommentierte Veranstalterin Anja Römer die drei ganz besonderen Kapellen im Schlepziger Brauhaus.

Gefunden durch Mundpropaganda
„Ich bin vor acht Jahren nach Dresden gekommen, hatte schon vorher Pipes gespielt“, berichtete Pipe-Major Ulrich Frey von den Anfängen seiner „Pipes &Drums“. „Und da es dort vorher keine Band gab, haben sich irgendwann durch Mundpropaganda und das Internet die ersten drei Dudelsackspieler gefunden. Mittlerweile sind wir 20, aber darunter auch Anfänger, die sich noch keine Auftritte zutrauen.“
Er selbst sei durch Zufall in eine Dudelsack-Übungsstunde geraten und nach einer halben Stunde infiziert gewesen.
Extras zum Artikel
Artikel Teilen:
Artikel-Aktualisierungen:

Erstellt am: 03. März 2008, 00:00 Uhr
Geändert am: 03. März 2008, 01:34 Uhr
Autor: Von Jens Golombek

Von Jens Golombek

Jüngste Kommentare

Zu diesem Artikel sind noch keine Beiträge vorhanden
Kommentar hinzufügen

Noch kein Passwort? Hier registrieren