04. Februar 2012, 00:00 Uhr

Startschuss für erste Senioren-WG in Lübben gefallen

Wohnungsgenossenschaft GWG will perspektivisch drei Blöcke umbauen / Wohngemeinschaften geplant

Lübben Sekt, Häppchen und strahlende Gesichter in der Beratungsstelle der Volkssolidarität. Am gestrigen Freitagvormittag unterschrieben deren Vizepräsidentin Carola Ahlert auf der einen Seite sowie Nicole Jaegers und Jürgen Busch vom Vorstand der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Lübben (GWG) auf der anderen die notwendigen Papiere.

Bei der Vertragsunterzeichnung: Nicole Jaegers, Jürgen Busch und Carola Ahlert (v.l.). Foto: Ingvil Schirling Foto: Ingvil Schirling
In der Heinrich-Kleist- und Theodor-Fontane-Straße in Lübben will die GWG ihrerseits barrierefreie Groß-Wohnungen für Senioren-Gemeinschaften schaffen, die wiederum die Volkssolidarität vermieten wird. Die Senioren gestalten ihr Zusammenleben individuell, legen beispielsweise fest, ob und wann sie gemeinsam kochen wollen. Jeder für sich kann über die Volkssolidarität oder frei gewählt Pflegedienstleistungen dazu „buchen“.

Angesichts des wachsenden Anteils älterer Menschen auch in Lübben ist sich Jürgen Busch sicher, dass das Konzept aufgeht. Begonnen wird zunächst mit zweimal sechs Wohnungen in der Kleist-Straße 15 bis 17, von denen derzeit nur noch drei bewohnt sind. Sie liegen im dritten und vierten Stock. Zwei weitere, derzeit leerstehende Wohnungen am anderen Ende des Blocks, ebenfalls im vierten Stock, sollen verkleinert werden, weil die Nachfrage nach kleineren Wohnungen stetig steigt.

Die jeweils acht Bewohner in den künftigen Senioren-WGs werden eigene Zimmer haben, die aus den bisherigen Kinder- und Schlafzimmern zusammengelegt werden. Zwei der acht Zimmer entstehen über Eck. Dazu kommen Busch zufolge sechs Duschbäder, ein Pflegebad und ein Gäste-WC, sechs Balkone mit barrierefreiem Zugang, ein schwellenloser Fußboden und als Herzstück eine 75 Quadratmeter große Wohnküche als Gemeinschaftsraum. Zugang zu den beiden Großwohnungen soll der Aufzug bieten.

Am Montag soll der Bauantrag eingereicht werden. Die Kosten für den Umbau schätzt Busch nach vergleichbaren Projekten auf 400 000 bis 600 000 Euro. Ziel ist es, dass die Bewohner im Sommer einziehen können. Interesse gibt es Busch zufolge bereits. Geht das Konzept auf, sollen insgesamt drei Blöcke zu einem völlig neuen Wohnstandort entwickelt werden.
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Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 09:12 Uhr
Autor: I. Schirling

I. Schirling

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