02. Februar 2012, 00:00 Uhr

Spreewaldschüler erkunden Heimat in Lübben

Praxisbezogene Projektarbeit über Lübbens Geschichte und Gegenwart

Lübben „Lübben im Wandel der Zeiten“ haben Zehntklässler der Spreewaldschule in den vergangenen Monaten erkundet. Während ihrer „bau- und verkehrstechnischen Erkundungen“ suchten sie in Einrichtungen und Betrieben zahlreiche Ansprechpartner auf, die ihnen vielfältige Einblicke in die Historie der Spreewaldstadt vermittelten. Die Ergebnisse des Projektes haben die Schülerinnen und Schüler vor ihnen präsentiert.

Nach der Projektpräsentation informierten sich die Projektpartner aus Einrichtungen und Betrieben der Stadt über die in den Projektmappen zusammengestellten Ergebnisse. Foto: Birgit Keilbach/bkh1
Insgesamt erarbeiteten die Schüler der Klasse 10/1 im Kurs Wirtschaft-Arbeitslehre-Technik 14 Themen. Sechs davon wurden während der Präsentation in der Aula der Spreewaldschule vorgestellt. Für die junge Generation sei es wichtig, ihr Wohnumfeld deutlicher wahrzunehmen und sich bewusst damit auseinander zu setzen, erläuterte Fachlehrerin Erika Lehmann das Anliegen des Projekts. Zudem soll es eine Grundlage bilden, auf der künftige Schülergenerationen aufbauen können.

Martin Kurth und Paul Kindermann beschäftigten sich mit der Geschichte des Landkreises Dahme-Spreewald und des Verwaltungsgebäudes in der Beethovenstraße. Von ihnen erfuhren die Zuhörer unter anderem, dass 1952 der Kreis Lübben gebildet wurde und 1993 der Landkreis Dahme-Spreewald. Das Lübbener Rathaus sei an jener Stelle errichtet worden, wo sich in früherer Zeit das Postgebäude befand, und die Ansicht des Stadtzentrums habe sich in den letzten zwei Jahrzehnten optisch verschönert, vermittelte Franziska Treuter ihre Erkenntnisse. Zudem sei es für den weiteren Erhalt des Status als anerkannter Erholungsort bedeutsam, dass Lübben eine Umgehungsstraße erhalte, ergänzte die Schülerin. Die Entwicklung des ehemaligen Kreiskrankenhauses zum Klinikum Dahme-Spreewald mit modern ausgestattetem Operationstrakt und Bettenhäusern sowie einem Hubschrauberlandeplatz an der Notaufnahme legte Lisa-Marie Majenz in ihrem Vortrag dar. Den bemerkenswerten Wandel des 5,8 Hektar großen Areals der Schlossinsel brachte Sarah Lehmann unter dem treffenden Titel „Von der Schutthalde zum Sinnesgarten“ auf den Punkt. Der Hauptbahnhof und die Spreewaldschule zählten zu den weiteren Themen der Projektpräsentation. Darüber hinaus stellten die Schüler in Projektmappen die recherchierten Informationen zur Umgestaltung des Marktplatzes in der jüngsten Vergangenheit, zur Historie Lübbens, der Stadtplanung, zum Schlossensemble, der Paul-Gerhardt-Kirche sowie über die Entwicklung von Handwerk und Gewerbe in Lübben vor.

„Es ist notwendig, dass sich Schüler mit der Geschichte und Gegenwart Lübbens beschäftigen, um sie in ihrer Vielfalt kennen zu lernen und Erreichtes zu schätzen“, sagte Bürgermeister Lothar Bretterbauer.

Die umfangreiche Recherche der Schüler habe ihnen andere Erfahrungen und Praxisbezug vermittelt, erklärte Andreas Kurzhals, Schulleiter der Spreewaldschule. „Wichtig war es für die Schüler, die Ergebnisse der Arbeit vor einem größeren Kreis zu präsentieren, um Anerkennung ihrer Arbeit zu finden“, ergänzte er. Janet Liermann von der Pressestelle des Landratsamtes Dahme-Spreewald brachte die Arbeit mit den Schülern auch selbst Erkenntnisgewinn: „Wir haben mit dem Kreisarchiv zusammengearbeitet. Die Herangehensweise über das Projekt eröffnete mir eine andere Perspektive auf die Geschichte des Landratsamtes.“

Nicht nur darüber habe er viel Neues bei der eigenen Recherche erfahren, resümierte Martin Kurth die Arbeit am Projekt. „Auch über Lübben habe ich viel gelernt, zum Beispiel, wie die Hauptstraße und die Schlossinsel früher einmal aussahen.“ Für Franziska Treuter war es beeindruckend, „die Dimension der langen Vergangenheit Lübbens mitzubekommen und wie viel sich in dieser Zeit verändert hat.“
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Erstellt am: 02. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 02. Februar 2012, 11:01 Uhr
Autor: Von Birgit Keilbach

Von Birgit Keilbach

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