12. März 2010, 00:00 Uhr

Lübbener Spreewald-Schule steht vor einer Herkulesaufgabe

Umbau zur Ganztagsschule muss zügig ablaufen

Lübben Die Spreewald-Schule in Lübben steht vor einer Herkulesaufgabe. Das sagte Christoph Bartoszek während der Bildungsausschusssitzung der Stadt. Dem zuständigen Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung zufolge stehen rund 500 000 Euro zur Verfügung, um die Bildungseinrichtung zu einer Ganztagsschule umzugestalten (die RUNDSCHAU berichtete).

Vor einigen Wochen hatte Schulleiter Andreas Kurzhals (r.) den Brandenburgischen Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD, 2.v.r.) zu Gast in der Spreewald-Schule. Damals verkündete der Minister, dass die Lübbener Bildungseinrichtung als Ganztagsschule bestätigt ist. Jetzt wird das Vorhaben umgesetzt. Archivfoto: Andreas Staindl
Bauliche Veränderungen seien ebenso nötig wie Neuausstattungen von Unterrichtsräumen. Die 90 Prozent Fördermittel seien fast unbegrenzt einsetzbar. Allerdings drängt die Zeit, sagte Bartoszek: „Die finanziellen Mittel müssen in diesem und im nächsten Jahr ausgegeben werden. Wir haben also eine Herkulesaufgabe zu stemmen.“

Auftragsvergabe möglich

Das brandenburgische Bildungsministerium fördere die Einrichtung des Ganztagsbetriebs an der Oberschule in Lübben mit rund 500 000 Euro. Die Stadt Lübben muss sich mit 50 000 Euro beteiligen. Das Geld soll im Nachtragshaushalt der Spreewaldstadt eingestellt werden, erklärte Christoph Bartoszek. Die gesamten Mittel müssten spätestens im dritten Quartal dieses Jahres, besser jedoch im zweiten Quartal 2010 per Auftragsvergabe gebunden und bis 2011 ausgegeben sein. Aufträge könnten bereits vor Verabschiedung eines Nachtragshaushalts erteilt werden, wenn vom Bürgermeister per rechtsverbindlicher Unterschrift bestätigt sei, dass Eigenmittel zur Verfügung stehen.



In den nächsten Wochen soll eine Vorhabensliste erstellt und dem Bildungsministerium zur Kenntnis gegeben werden. An dreas Kurzhals informierte den Bildungsausschuss über geplante Projekte. Dem Schulleiter zufolge sollen beispielsweise die Ausstattungen des Computerkabinetts und des Fachraums für Naturwissenschaften (Nawi) verbessert werden. „Im Nawi-Raum“, erklärte Kurzhals, „arbeiten wir mit Materialien, die fast 40 Jahre alt sind.“

Sicherheit verbessern

Zudem soll ein Raum für die Metallverarbeitung eingerichtet werden. Ein solches Angebot gibt es Kurzhals zufolge zurzeit nicht an der Spreewald-Schule.

Auch in den Außenbereich soll investiert werden. Geplant sind laut Schulleiter ein Bolzplatz, eine Streetballanlage sowie eine Tischtennisplatte. Ziel sei es, den Bewegungsdrang der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Zudem soll die Sicherheit im gesamten Schulobjekt verbessert werden. Damit werde auf Amok läufe in anderen Schulen reagiert, sagte Kurzhals weiter.

Traurig sei er, dass das Ganztagsangebot vorerst nur den künftigen Siebentklässlern zugute komme. Das staatliche Schulamt habe nur für diese Klassenstufe die Genehmigung für das kommende Schuljahr erteilt. Das bedeute, dass es auch nur für die siebenten Klassen zusätzliche Lehrerstunden im Rahmen des Ganztagsangebots gebe. „Schade“, sagte Kurzhals. „Wir hatten auch für unsere künftigen Achtklässler Ganztagsunterricht beantragt. 

Jetzt kommen diese Kinder erst in der zehnten Klasse in den Genuss von Ganztagsangeboten.“ Die gesamte Oberschule soll schrittweise bis 2012/13 auf Ganztagsbetrieb umgestellt werden.
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Erstellt am: 12. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 12. März 2010, 11:00 Uhr
Autor: Andreas Staindl

Andreas Staindl

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