04. Februar 2012, 00:00 Uhr

Lübben jubelt über Nominierung

Schlossinsel heißer Anwärter für Tourismuspreis Brandenburg / Entscheidung fällt im März

Lübben Pressesprecherin Hannelore Tarnow lacht vor Freude. Marit Dietrich aus der Stadtverwaltung sagt schlicht: „Wir freuen uns riesig.“ Besonders sie hat die Bewerbung Lübbens mit der Schlossinsel für den renommierten Preis vorangetrieben. Bis zur Entscheidung im März bleibt es jetzt spannend.

Die Lübbener Schlossinsel im Winter. Archivfoto: Ilja Melcher/imr1
Am 9. März wird es festlich. Dann wird zur Abendveranstaltung in der Landesvertretung Brandenburgs beim Bund in Berlin gebeten. Anreisen wird auch Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Die Linke). Wer die verschlossenen Umschläge mit den Preisträgern unterm Arm hat, ist noch unklar. Keinen Zweifel lässt die Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB) aber daran, dass die drei Sieger bis zum Schluss geheim bleiben.

Es erinnert also an eine Oscar-Verleihung im Kleinformat. Und ungefähr so dürften sich die Nominierten auch fühlen. „Jetzt ist Daumendrücken angesagt“, so Marit Dietrich.

Die Industrie- und Handelskammer Cottbus, berichtet sie, sei der Ideengeber gewesen, für die Schlossinsel den Hut in den Ring zu werden. „Ich fand die Idee toll.“

Also wurden 15 Seiten Beschreibung, geordnet nach den geforderten Kriterien, zusammengetragen, viele Bilder und ein Lageplan dazugestellt und ein dicker Packen Empfehlungsschreiben von Institutionen, Personen und kommunalen Nachbarn angeheftet.

Eckpunkte der Bewerbung

Als Eckpunkte der Bewerbung stellte die Stadtverwaltung neben der Verbindung von Natur und Kultur vor allem auf Eines ab: Dass die Schlossinsel der Freizeit und Erholung von Touristen und von Einheimischen dient. Das letzte ,und' in Großbuchstaben. Dazu wurde im Bewerbungsschreiben „die herausragende regionalwirtschaftliche Bedeutung der Schlossinsel“ herausgestellt, die durch die positiven Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung der Betriebe deutlich werde. Sie trage dazu bei, dass Lübben 2010 insgesamt 298 000 Übernachtungen zählte. Kinder und Familien, Kulturinteressierte, Radfahrer, die dort die Kreuzung zweier wichtiger Verbindungen – dem Gurken- und dem Spreeradweg – vorfinden, sowie Kahn- und Wassertouristen.

Für Sylvia Lehmann als Vorsitzende des Tourismusvereins ist dies genau der richtige Zeitpunkt, um die Schlossinsel mit diesem Oscar unter den Tourismuspreisen auszuzeichnen. „Sie erfährt in diesem Jahr die weitere Aufwertung durch die barrierefreie Brücke und die südliche Erweiterung mit dem Wasserwanderrastplatz und dem Flussbad, wird mit Burglehn und den Wegen in den Oberspreewald attraktiv verbunden.“ Lehmann nennt die Schlossinsel ein „touristisches Kleinod für die Stadt“. Sie habe zudem bei den Umfragen unter den Gästen, was diese an Lübben besonders schön finden, immer ganz oben gestanden.

Auch René Gottschalk von der Tourismus, Kultur und Stadtmarketing GmbH freut sich „außerordentlich“ über die Nominierung. „Eine vergleichbare Anlage in Brandenburg muss man lange suchen“, schätzt er ein. Besonders der Wasserspielplatz ziehe neben Familien aus der Spreewaldstadt und ihrer Umgebung auch Gäste aus Berlin, Dresden oder Frankfurt/Oder an.

Preisgeld soll investiert werden

Er hoffe, dass es nicht bei der Nominierung bleibt, und Lübben einen der drei ersten Preise mit nach Hause nehmen kann. Das Preisgeld von 2500, 1500 oder 1000 Euro soll Marit Dietrich zufolge auf jeden Fall wieder auf der Schlossinsel investiert werden.
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Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 10:18 Uhr
Autor: Von Ingvil Schirling

Von Ingvil Schirling

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