27. Januar 2010, 00:00 Uhr

Lieberoser Heide ist jetzt Wolfsrevier

Experten gehen von einem Tier auf dem ehemaligem Truppenübungsplatz aus

Lieberose Das erste Mal war ein Wolf im Mai 2007 in eine Fotofalle in der Lieberoser Heide getappt. In der Folge deutete jedoch nichts darauf hin, dass sich das Tier dauerhaft auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes aufhalten würde. Doch vor genau einem Monat klickte erneut eine Wildkamera, genauso wie am 3. und 14. Januar. Deshalb gehen die Experten nun davon aus, dass sich mindestens ein Wolf die Lieberoser Heide zu seinem neuen Revier auserkoren hat.

Ob es sich in den drei Aufnahmen um ein und dasselbe Tier handelt, müsse noch untersucht werden, erklärt der Wolfsbeauftragte Steffen Butzeck vom Brandenburger Landesumweltamt. Die Fotos zeigen in jedem Fall ein gut genährtes Tier. Für Oberförster Claus Seliger ist das nicht überraschend, schließlich seien die Wildbestände in dem Gebiet hoch. Er wird nicht müde zu betonen, dass der Wolf in dem Gebiet willkommen ist. „Der Landeswald ist nicht in dem Zustand, wie wir es uns für eine ökologische Waldbewirtschaftung vorstellen“, erklärt er. „Wir führen zwar professionelle Jagden durch, aber das reicht nicht aus, um das Wild in den Griff zu kriegen.“

Da sei der Wolf ein nützlicher Helfer, um die Wildbestände in ein natürliches Gleichgewicht zu bringen. Denn durch die vielen Rehe und Hirsche leide der Wald, schließlich schmecken den Pflanzenfressern insbesondere die jungen Triebe. Deshalb können sich die Bäume nur schwer verjüngen.
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Erstellt am: 27. Januar 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 27. Januar 2010, 11:28 Uhr
Autor: Von Peggy Kompalla

Von Peggy Kompalla

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