Kleinflugzeug stürzt in Wald nahe Lübben ab
Lübben Ein einmotoriges Kleinflugzeug ist am späten Donnerstagabend im Landkreis Dahme-Spreewald bei Lübben in ein Waldgebiet gestürzt. Entgegen ersten Angaben wurde der 51-jährige Pilot bei dem Absturz schwerer verletzt. Das Handy des Mannes Piloten rettete diesem vermutlich das Leben.
Erst am Montag war im Landkreis Elbe-Elster ein Agrarflugzeug nach der Berührung einer Starkstromleitung abgestürzt. Da im aktuellen Fall der genau Ort der Lufthavarie unbekannt war gestaltete sich die Rettungsaktion schwierig. Das Wrack brannte nicht und lag unbeleuchtet in einem Wald.
„Der Pilot wähnte sich östlich von Lübbenau und konnte nur einen Waldrand und eine hörbare Straße als Hinweise auf seinen zwischen den Bäumen versteckten Aufenthaltsort geben“, so Polizeisprecher Jens Quitschke. „Durch die Ortung seines Mobiltelefones gelang letztendlich seine Rettung da die Angaben um einige Kilometer korrigiert werden konnten. Durch seine Verletzungen hätte er die frostige Nacht vermutlich nicht überstanden.“ Damit sei dies „ein super Beispiel für den Sinn der oft verschrieenen Überwachungsmöglichkeiten. Auch bei normalen Verkehrsunfällen wurden so schon viele Leben gerettet.“ Der angeforderte Polizeihubschrauber kam mit seiner Wärmebildkamera nicht mehr zum Einsatz.
Der Pilot konnte die Trümmer seiner Maschine aus eigener Kraft verlassen und versuchte sich bemerkbar zu machen. Eine von vier eingesetzten Streifenwagenbesatzungen entdeckte schließlich von der Ortsverbindungsstraße Biebersdorf-Radensdorf das weit entfernte und schwache Licht der Taschenlampe des Piloten.
Die Polizei sperrte die Absturzstelle für die Ermittlungen von Kriminaltechniker und Kriminalpolizei weiträumig ab, die Feuerwehr leistete leuchtende Amtshilfe. Der Pilot kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Um 04:35 Uhr rückten die letzten freiwilligen Helfer von der Absturzstelle ab. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat Freitag Vormittag die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. Die Polizei blieb bis zum Abtransport des Wracks zur Absicherung vor Ort.
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Erstellt am: 12. März 2010, 09:17 Uhr
Geändert am: 12. März 2010, 18:15 Uhr
Autor: Jens Golombek/dpa/boc

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