08. Februar 2012, 00:00 Uhr

Harter Debatte folgt Harmonie bei 2. Haushalt-Lesung in Lübben

Überwiegend Einigkeit bei Hortanbau und Feuerwehr im Lübbener Bildungsausschuss

Lübben Nach den zuletzt teils heftigen Debatten zur Lübbener Haushaltssatzung für 2012 ging es am Montagabend bei der 2. Lesung im Bildungsausschuss schon weitaus optimistischer zu. So wurden bei den Dauerbrenner-Themen Hortanbau und Feuerwehrgebäude Treppendorf beinahe harmonische Töne angeschlagen.

Der Ausschussvorsitzende Peter Rogalla (Die Linke) zeigte sich sichtlich erleichtert. „Endlich gibt es eine große Mehrheit für diese Thematik“, freute er sich nach Anhören aller Redebeiträge zum Thema Hortanbau für die 2. Grundschule. Tatsächlich stellte diesen niemand mehr grundsätzlich infrage, so wie dies noch vor Wochen geschehen ist.

Freilich ist immer noch nicht ganz klar, in welcher Form der Anbau realisiert werden wird. Es zeichnet sich jedoch ab, dass er auf jeden Fall zügig in Angriff genommen wird. Als Kompromiss hat sich dabei die dreigeschossige Variante – unter Wegfall eines weiteren Zweigeschossers – herauskristallisiert, gedacht für 75 Kinder plus 25 statt für 150. Für diesen Anbau „in vernünftigem Maße“ spricht sich zum Beispiel die Fraktion Pro Lübben aus. Das so eingesparte Geld könne Dieter Wolschke zufolge „gesplittet“ werden und zum Teil für die materielle und technische Ausstattung der 2. Grundschule verwendet werden. Von der Verwaltung vorerst unbeantwortet blieb indes Wolschkes Frage nach einer Kita-Gebührenerhöhung, die der Hortanbau möglicherweise mit sich bringt.

Auch CDU und SPD gehen mit der „75 plus 25“-Variante mit, wie Monika Dinter (CDU) und Günter Piesker (SPD) verdeutlichten. Beide machten sich zudem für eine zügige Inangriffnahme der Baumaßnahme Feuerwehr in Treppendorf stark. „Wenn es ein Bekenntnis zur Feuerwehr gibt, dann muss der Rohbau dieses Jahr in den Haushalt eingestellt werden“, forderte Monika Dinter. Auch Günter Piesker betonte, dass 2012 mehr als nur der Spatenstich erfolgen müsse: „Allein mit der Bodenplatte erhöhen wir die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr nicht.“

Monika Dinter warnte zudem davor, die Maßnahme noch weiter hinauszuschieben. „Demotivierend“ wirkende Entscheidungen seien in Zeiten, da es schwierig ist, Feuerwehrnachwuchs zu rekrutieren, „ungünstig“.

Den allseits recht wohlwollenden Äußerungen zu Hortanbau und Feuerwehr ließ an diesem Abend lediglich Wolfram Kinze (CDU) die Frage nach dem Millionen-Kredit, den es aufzunehmen gilt, folgen. „Wie wird man den denn wieder los?“

Hier jedoch gab es beruhigende Worte von Kämmerer Lutz Gottheiner. Der Schuldenstand sei geringer als noch Ende 2010, da man seit 2007 viele Kredite habe bedienen können.
Extras zum Artikel
Schlagworte zum Artikel:
Artikel Teilen:
Artikel-Aktualisierungen:

Erstellt am: 08. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 08. Februar 2012, 10:40 Uhr
Autor: Von Mirjam Hecht

Von Mirjam Hecht

Jüngste Kommentare

Zu diesem Artikel sind noch keine Beiträge vorhanden
Kommentar hinzufügen

Noch kein Passwort? Hier registrieren