Essenversorger bleibt in Lübben weiter in der Kritik
Lübben Der Essenversorger Gastronomische Versorgungsleistungs (GVL) GmbH Berlin-Brandenburg bleibt weiter in der Kritik. „Die Qualität der Schulspeisung ist sehr zweifelhaft“, sagte Marco Sell. „Die Kinder werfen sehr viel Essen weg, weil es einfach nicht schmeckt. Meine Tochter kommt oft hungrig nach Hause, das ist ein großes Problem.“
11.03.2010
Der Elternsprecher der 1. sportbetonten Grundschule in Lübben machte seinem Ärger während der jüngsten Sitzung des Lübbener Bildungsausschusses Luft. GVL-Geschäftsführer Ingo Brings wünscht sich unterdessen konkretere Kritikpunkte, um zielgerichteter reagieren zu können.
Viel zu oft Nudeln
Die Schulspeisung schwanke „zwischen Abfall und ausgewogener Ernährung“, kritisierte Elternsprecher Marco Sell. Es gebe Phasen, in denen sich der Essenversorger von einem Nudelgericht zum anderen schleppe. „Es gibt viel zu oft Nudeln“, schätzte Sell ein. „Ausgewogene Ernährung sieht anders aus.“ Das Problem ist aus seiner Sicht hausgemacht: „Drei Wahlessen in hoher Qualität abzusichern, ist nicht einfach.“
Die GVL beliefert Kitas und Grundschulen in Lübben mit Mittagessen. Der Dienstleister steht von Beginn an in der Kritik (die RUNDSCHAU berichtete). Der Unmut reißt nicht ab.
Schulleiter enttäuscht
Auch Schulleiter Jürgen Scheinpflug ist vom Essenversorger enttäuscht: „Die GVL hatte zugesichert, mit uns über gesunde Ernährung zu sprechen“, sagte der Chef der 1. Grundschule während der Sitzung. „Wir hatten uns darauf gefreut, weil wir großen Wert auf ausgewogene Ernährung legen.“ Entsprechende Gespräche habe es nicht gegeben. „Ich hatte erwartet, dass wir unsere Wünsche äußern können“, sagte Jürgen Scheinpflug. „Und, dass die GVL mal fragt, was sich die Kinder zu Mittag wünschen. Stattdessen“, erklärte der Schulleiter, „wird bei uns tonnenweise Essen weggekippt.“
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