12. März 2010, 00:00 Uhr

Ein neuer Turm krönt das ASB-Jubiläum

Kreisverband Lübben feiert 20-Jähriges an ehemaliger Schule

Zum 20-jährigen Bestehen hat sich der ASB-Kreisverband Lübben einen Turm geschenkt. Er thront seit dem gestrigen Donnerstag auf dem Dach der ehemaligen Grundschule, die der ASB zurzeit zu einem Zentrum umbaut. Um zu sehen, wie der originalgetreue Nachbau per Kran in die Höhe gehieft wird, sind mehr als 100 geladene Gäste und interessierte Lübbener in die Gartengasse gekommen.

An starken Seilen gehalten, schwebt der Turm per Kran aufs Dach des ASB-Gebäudes an der Gartengasse. Foto: jpr Foto: jpr
Alle zittern mit, als der Kran den Turm anhebt, ihn am langen Metallarm über das Dach schwenkt und vorsichtig absetzt. Auch die zukünftigen Bewohner des ehemaligen Schulgebäudes sind gekommen: Erwachsene und Jugendliche aus Einrichtungen des betreuten Wohnens des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Lübben. Begeistert klatschen sie, als der Turm dort sitzt, wo er hingehört.

„Heute vor genau 20 Jahren haben wir den ASB gegründet“, sagt Helga Meier, Geschäftsführerin des ASB-Kreisverbandes. „Das Turmfest macht uns dieses Jubiläum besonders schön. An dem ehrgeizigen Ziel, hier im September einzuziehen, halten wir fest.“

In dem denkmalgeschützten Gebäude, der ehemaligen 1. Grundschule, entsteht im Erdgeschoss ein Mehrgenerationenhaus. In die oberen Etagen sollen 24 psychisch Kranke sowie behinderte Jugendliche und Erwachsene einziehen.

Mix aus Bewohnern

„Dieser Mix aus verschiedenen Bewohnern ist toll. Ich glaube, dass Senioren, Kinder und Behinderte gut miteinander auskommen und voneinander profitieren können“, sagt Barbara Nehrig aus Lübben. Sie ist im Vorstand des ASB und kennt das Konzept genau. Auch Silvana Franke vom Gebäudemanagement des Landkreises Dahme-Spreewald ist begeistert: „Ich finde es total genial, dass diese schönen alten Gebäude vom ASB erhalten und genutzt werden. Das ist eine glückliche Situation für Lübben.“



Die freudige Stimmung stockt, als der Turm an den Seilen, die ihn am Kran halten, kurz ins Wanken gerät. Alle scheinen den Atem anzuhalten. Doch die Bauarbeiter haben die Situation im Griff. Sie setzen den Turm auf eine Stahlkonstruktion auf dem neuen Dachstuhl. Von unten ist die silberne Wetterfahne mit der Jahreszahl 2010 gut zu erkennen.

„Unglaublich aufgeregt“

„Ich war unglaublich aufgeregt, dass etwas schiefgeht“, sagt Architekt Marko Docter erleichtert. „Das ist der erste Turm, den ich geplant habe.“ Er macht die Pläne für die Sanierung des Gebäudes und den Innenausbau. „Der Turm wurde originalgetreu nachgebaut. Wir hatten sechs Fotos vom damaligen Gebäude und haben diese bestimmt 500 Mal angeschaut und verglichen. Wenn ich mir den Turm jetzt so ansehe, bin ich sicher, dass wir das Original ziemlich gut getroffen haben.“
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Erstellt am: 12. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 12. März 2010, 10:52 Uhr
Autor: Von Juliane Preiß

Von Juliane Preiß

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