Vor allem in den Campingplatz soll investiert werden
Zahlreiche Themen, die die Ressener und Zauer bewegen, sind beim RUNDSCHAU-Stammtisch in dieser Woche auf den Tisch gekommen. Auf viele Fragen hatten Bürgermeister und andere eine Antwort. Vor allem in den Zauer Campingplatz soll in diesem Jahr deutlich investiert werden.
Der Campingplatz in Zaue gehört zu den drei größten Campingplätzen in Brandenburg. „Der Platz hat eine optimale Lage“, sagte Heiko Jahn, „er schmiegt sich wunderbar an den Schwielochsee.“ Für den Geschäftsführer der Tourismus-Entwicklungsgesellschaft (TEG) Lieberose/Oberspreewald hat der Campingplatz in Zaue „ein großes Potenzial. Allerdings“, sagte Jahn, „wurde in den vergangenen 20 Jahren die Zeit verschlafen, um den Platz weiter zu entwickeln.“ Das soll sich ändern. Wie der TEG-Chef während des RUNDSCHAU-Stammtischs am Donnerstagabend in Zaue erklärte, seien zahlreiche Investitionen auf dem Naturcampingplatz geplant. Ein Sanitärgebäude für Tagesgäste, vier Bungalows sowie eine große Steganlage beispielsweise für Fahrgastschiffe sollen in diesem Jahr gebaut werden. Rund eine halbe Million Euro sollen in die Projekte investiert werden; rund 50 Prozent würden gefördert.
Arbeitsplätze geschaffen„Das bringt nicht nur Arbeit für die Region, sondern sichert auch den Campingplatz für die nächsten 30 Jahre“, sagte Jahn. Er wertet die Investitionen in den Platz „als Aufbruchsignal“ für Ressen-Zaue – und das im Jahr des 50. Geburtstags des Campingplatzes. „Wir feiern dieses Jubiläum 2010, obwohl nicht genau feststeht, ob der Platz vor 50 oder 60 Jahren errichtet wurde“, erklärte der TEG-Geschäftsführer. „Wir haben jetzt ein Datum festgelegt.“ Jahn zufolge müssen die alten Bungalows aus DDR-Zeiten dringend ersetzt werden. Nach den ersten vier Objekten in diesem Jahr sollen weitere folgen. Die Sanitäranlage sei nötig, „weil richtige Camper ihren gewohnten Standard erwarten“. Zwei Drittel der Gäste kommen dem Geschäftsführer zufolge aus Sachsen. „Wir wollen mehr Berliner an den Schwielochseee locken“, sagte er.
„Unsere Bedingungen sind viel besser als etwa am Scharmützelsee. Wir müssen das nur attraktiv rüberbringen.“ Thomas Krause war skeptisch. Der Ressen-Zauer fragte: „Was nutzen neue Toiletten, wenn die Zufahrtstraße zum Campingplatz im schlechtem Zustand ist?“ Er würde lieber „den ersten Eindruck“ verbessern. „Die paar Meter schlechter Weg“ würden die Gäste nicht stören, entgegnete Heiko Jahn. Sehr wohl aber würden sie sich an einem modern ausgestattetem Campingplatz orientieren. Thomas Krause vermisste zudem eine Möglichkeit „für Jugendliche, wie früher spontan auf dem Campingplatz zu zelten“. Über einen Jugendcampingplatz werde nachgedacht, erklärte Schwielochsees Bürgermeister Wolfgang Gliese: „Wir überlegen, den Platz hinter der Piratenschänke in Jessern zu errichten.“ Dort gebe es dann keine Konflikte mit älteren Campern.
Stegkonzept überarbeitetThomas Krause sagte weiter, dass das Angeln am Schwielochsee sehr kompliziert sei. Die Angelkarten seien teuer, die Stege dürften nur mit Bezahlung benutzt werden, seien zudem abgeschlossen. „Mit der Familie spontan angeln zu gehen, ist nicht mehr möglich“, kritisierte er. Das Stegkonzept für den Schwielochsee wird derzeit überarbeitet, antwortete Hans-Joachim Liersch. Dem stellvertretenden Bürgermeister zufolge wurden in der Vergangenheiten viele Stege „wild“ gebaut. Laut Heiko Jahn kann der zu bauende „Flaniersteg“ im Bereich der Fahrgastschiffahrt in Zaue auch von Anglern genutzt werden. Liersch ergänzte, dass es einen „schönen, großen Steg gibt, der jetzt allerdings in Privatbesitz ist“. Der ,Zernia-Steg' sei mit der Gaststätte des gleichnamigen Besitzers verkauft worden. Derzeit könne die Gemeinde den Steg nicht nutzen.
Das soll sich ändern, sagte Hans-Joachim Liersch: „Der damalige Wirt hat den Steg zwar auf eigene Kosten gebaut, allerdings mit der Auflage, dass der Bootssteg für die gewerbliche Nutzung zu Verfügung steht.“
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Erstellt am: 13. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 13. März 2010, 01:37 Uhr
Autor: Von Andreas Staindl
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