09. Januar 2012, 19:13 Uhr

Auf 16 Pfoten durch die Lausitz

Schlepzig Per Schlauchboot, zu Fuß mit einem Esel, auf einem Floß und jetzt auf einem Hunde-Schlitten: Michael Kessler kommt viel rum. Der Comedian und Schauspieler ist zurzeit wieder unterwegs für eine neue Staffel der rbb-Sendung "Kesslers Expedition“ – und durchquert gezogen von 16 Pfoten auch die Lausitz. Mit Video!

Über Stock und Stein: Die vier Huskys ziehen Michael Kessler Foto: Sven Bock
Taisto, Tahvo, Jarkko und Kiran: Bei diesen Namen leuchten die Augen von Michael Kessler. Es sind die Namen seiner treuen Begleiter. Vier Huskys ziehen ihn seit einer Woche auf einem rollenden Hundeschlitten durch die Region. Auf der Suche nach dem kältesten Ort Brandenburgs.

Am Montag ist Michael Kessler zumindest vorerst schon fündig geworden: In Schlepzig (Dahme-Spreewald) zeigte das Thermometer früh um 9 Uhr nur ein Grad an. Ideale äußere Bedingungen für einen kleinen „Stadtspaziergang zum shoppen“, wie Kessler es nennt. Mit Taisto erkundet er den noch schlafenden Ort – und trifft einen alten Bekannten wieder: Denn Schlepzig war bereits eine Station auf Kesslers Schlauchboot-Tour auf der Spree im Sommer 2010. Besonders der Gurkenschnaps im Gasthaus „Zum Unterspreewald“ hatte es dem Kölner damals angetan. Offiziell ist es aber geschlossen – Urlaub. Doch der Comedian hat Glück. Inhaber Michael Künzel – erst am Sonntag aus Schweden zurückgekommen – wollte nur kurz nach dem Rechten sehen und sitzt im nächsten Moment mit Kessler beim Kaffee.

Bei den Dreharbeiten im Gasthaus "Zum Unterspreewald" trifft Michael Kessler alte Bekannte wieder Foto: Sven Bock
Dieses Begnungen sind es, die für den Abenteurer den Reiz seiner Expeditionen ausmachen: „Die Herzlichkeit und Direktheit der Menschen hier ist extrem auffällig. Es ist wirklich immer wieder ein Highlight für mich, dass alle so offen sind und ein Gespräch möglich ist.“ Die Demografie macht allerdings die Suche danach schwieriger: „In vielen Dörfern gibt es keine Läden oder Kneipen mehr, in denen sich die Leute treffen. Das ist sehr traurig. Die Überalterung und Landflucht ist überall sichtbar“, so Kessler.


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Dazu passt dieses Mal leider auch das Wetter. Triste Wolken hängen über dem Spreewald. Das Gespann musste in den vergangenen Tagen schon einige Schauer über sich ergehen lassen. „Wir hätten uns natürlich Schnee gewünscht, um mit dem richtigen Schlitten auch über die zugefrorenen Fließe fahren zu können. Aber so ist das bei unseren Expeditionen: Es gibt immer Überraschungen.“ Den Hunden machen die milden Temperaturen übrigens nichts aus – auch wenn sie sich eigentlich erst bei minus 15 Grad so richtig wohl fühlen.

Die Huskys hat der Comedian ins Herz geschlossen. Foto: Sven Bock
In den nächsten Tagen führt die Tour Kessler über Lübbenau, Burg, Werben, Cottbus weiter spreeaufwärts. Das genaue Ziel der insgesamt 200 Kilometer langen 14-tägigen Tour ist allerdings noch geheim – und wird erst in der TV-Ausstrahlung ab dem 17. Februar verraten.
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Erstellt am: 09. Januar 2012, 19:13 Uhr
Geändert am: 09. Januar 2012, 19:23 Uhr
Autor: Von Sven Bock

Von Sven Bock

Jüngste Kommentare (2)

mich zum Bsp.

von AusderGegend

ist doch schön wenn jemand ausm Westen hier die schöne Landschaft erkundet und dazu alles mit der Kamera gefilmt wird!

und das Brandenburg schön ist, wusste schon Fontane (falls du den kennst, was ich nicht glaube).

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