09. Februar 2009, 00:00 Uhr

Wirtschaftsstandort Golßen braucht starke Feuerwehr

Engagierte und langjährige Mitglieder geehrt

Golßen Der Wirtschaftsstandort Golßen braucht eine starke Feuerwehr. Das hat Amtsdirektorin Ursula Schadow (CDU) während der Jahreshauptversammlung der Golßener Ortsfeuerwehr am Freitagabend deutlich gemacht.

Roland Golze (l.) zeichnet Jörg-Peter Schade aus. Foto: as Foto: as
„Eine gut funktionierende und einsatzstarke Feuerwehr ist auch für unsere Betriebe wichtig“, so die Verwaltungschefin. „Ich ziehe den Hut vor dem ehrenamtlichen Engagement der Kameraden. Dass sie beispielsweise Veranstaltungen wie den Spreewälder Gurkentag absichern, sei toll. Ein solch engagiertes Handeln kennen meine Kollegen in anderen Regionen unseres Landkreises gar nicht“, erklärte sie. Die Floriansjünger übernehmen beispielsweise während des Gurkentags die Parkplatzbewirtschaftung. „Dabei harmonieren die Wehren unseres Amtes schon richtig gut“, sagte Frank Radke. Der Amtsbrandmeister verwies darauf, dass Kameraden aus umliegenden Dörfern nach Golßen kämen, um von der Ortswehr zu lernen. „Die Ausbildung muss super sein“, sagte Radke. „Denn wer zu Lehrgängen fährt, besteht diese auch.“ Er ermutigte die Golßener, im Ernstfall auch die kleinen Wehren aus den Dörfern einzubeziehen: „Die können es auch und sichern schließlich die Einsatzbereitschaft. Niemand sollte zu feige sein, Feuerwehrleute aus anderen Orten ranzuholen, wenn es nötig ist.“ 25 aktive Kameraden zählt die Golßener Ortswehr derzeit, wie Ortswehrführer Roland Golze sagte. Ursula Schadow wünschte sich „mindestens 30 Kameraden, am besten noch mehr“. Die Verwaltungschefin begrüßte aber trotz Personalknappheit, „dass sich die Ortswehr von zwei Kameraden trennt“, wie Roland Golze sagte. Er hatte zuvor erklärt, dass zwei Mitglieder nie zum Dienst kämen: „So nützen sie uns nichts.“ Jan Hönicke dagegen würdigte der Ortswehrführer als „besonders engagiert, weil er der Einzige ist, der im vergangenen Jahr bei jedem Dienst anwesend war“. Zwei Kameraden seien verzogen, mit Andreas Schulz aus Steinreich gebe es allerdings auch einen Neuzugang. Den Ausbildungsstand der Golßener Floriansjünger schätzte Roland Golze als „sehr gut“ ein: „Unsere Kameraden haben im vergangenen Jahr zahlreiche Aus- und Weiterbildungen absolviert.“ 36 Einsätze mit 580 Stunden habe es für die Golßener Feuerwehrleute im Vorjahr gegeben, darunter 19 Brände, neun Verkehrsunfälle, fünf technische Hilfeleistungen und drei Sturmschäden. Durchschnittlich seien elf Kameraden während der Einsätze dabei gewesen. „Wir hatten nicht immer genügend Kräfte vor Ort“, erklärte Roland Golze. „Wir wollen deshalb Kameraden aus dem benachbarten Altgolßen für den Dienst in unserer Wehr gewinnen.“ Erste Kontakte gebe es, auch Gespräche mit dem Amt Golßener Land über die dann benötigte zusätzliche Ausrüstung. Der Ortswehrführer bedauerte jedoch, dass es auch im vergangenen Jahr nicht gelungen sei, eine Frauengruppe zu bilden. Bürgermeister Lars Kolan (SPD) würdigte dennoch „die schöne Entwicklung der Golßener Feuerwehr. Sie ist jetzt im Stadtgebiet präsent, man nimmt sie sehr deutlich wahr. Das war vor ein paar Jahren noch nicht so.“ Das Stadtoberhaupt hofft, dass sich die Kameraden auch am Frühjahrsputz am 28. März am Utzenberg in Golßen beteiligen. Andreas Staindl Während der Jahreshauptversammlung wurden Kameradinnen und Kameraden für langjährige Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr geehrt: Sylvia Schulz und Gotthard Wiedenhöft für 40 Jahre, Jörg-Peter Schade für 30 Jahre, Ronny Broddack für 20 Jahre und Iris Kossatz für zehn Jahre.
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Erstellt am: 09. Februar 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 09. Februar 2009, 01:29 Uhr
Autor: Andreas Staindl

Andreas Staindl

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