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Luckau/Dahme

Weihnachtsbäume fliegen durch die Luft

Golßen. Weihnachtsbäume sind am Freitagabend in Golßen durch die Luft geflogen. Das war so gewollt, und Spaß hatten die Leute auch noch dabei. Während des zweiten Golßener Weihnachtsbaumzündelns gab es den ersten Wettbewerb im Weihnachtsbaumweitwurf.

15.01.2007
Weihnachtsbäume fliegen durch die Luft
Einen Weihnachtsbaumweitwurf hat es am Freitagabend erstmals beim Zündeln in Golßen gegeben.
Foto: Andreas Staindl
Der Schenkendorfer Torsten Bielagk war der Beste. Er wuchtete einen Nadelbaum auf 6,40 Meter und lag damit deutlich vor Carsten Meisel mit 5,13 Metern sowie Patrick Riesner mit 5,10 Metern.
Die Freiwillige Feuerwehr Golßen und der Feuerwehrverein hatten zum zweiten Zündeln auf die Festwiese im Park eingeladen. „Wir wollen den Golßenern schöne Stunden bereiten, uns gleichzeitig aber auch präsentieren“, sagte Enrico Wendt.
Der 30-Jährige steht seit Dezember des Vorjahres an der Spitze des Vereins. Er hatte Günter Wenzlaff abgelöst. Rund 30 Mitglieder zählt der Feuerwehrverein derzeit. Heiko Franke ist der Vize-Vereinschef, Tino Strauch sitzt im Vorstand. Er sagte: „Das Zündeln festigt unsere Kameradschaft.“ Schon bei der Vorbereitung hätten alle Feuerwehrleute tüchtig geholfen. Fünf Stunden lang seien sie am Donnerstagabend unterwegs gewesen, um Weihnachtsbäume einzusammeln – bei böigem Wind und ernstem Einsatz zwischendurch. „Klasse, wie alle mitgezogen haben“, freute sich Enrico Wendt.
Tino Strauch erzählte, er habe sogar extra Urlaub genommen. Mehrere hundert Bäume hätten die Kameraden in Golßen sowie Altgolßen und Landwehr eingesammelt. In Prierow habe kein Baum am Straßenrand gestanden. Regionale Unternehmen hätten Fahrzeuge für den Transport gestellt.
Enrico Wendt fügt an, dass der Sportverein 1885 die Festwiese im Park zur Verfügung gestellt, das Grünflächenamt die Versorgungsstände errichtet habe. „Wir wurden prima unterstützt“, sagte der Vereinschef.
Das gemeinsame Engagement ist belohnt worden. Denn trotz Regens kamen zahlreiche Gäste zum Zündeln. Pro abgegebenem Baum gab es während des Festes einen Becher Glühwein gratis. Den Nachwuchs lockte vor allem die kleine Feuerstelle. Dort drehten die Kinder oder ihre Eltern im Feuer Stöcke, an deren Ende Teig befestigt war. „Heute gibt es halt mal Knüppelbrot zum Abend“, erzählte Matthias Weiß. Der Golßener drehte den Stock, während seine Tochter schon auf die erste Kostprobe wartete. Partystimmung und gute Laune herrschten auch rund um das große Lagerfeuer, das für angenehme Wärme sorgte. Dazwischen bewiesen sich die starken Weihnachtsbaumwerfer.
Jugendwart Daniel Brost war mit seinen Nachwuchs-Feuerwehrleuten vor Ort. Sie sicherten beispielsweise die kleine Feuerstelle. Brost ist überzeugt, dass sich mit attraktiven Veranstaltungen junge Leute für die Feuerwehr begeistern lassen. Die Jugendwehr sei auch beim Einsammeln der Bäume dabei gewesen. Im Gegenzug kann sie laut Enrico Wendt mit der Unterstützung des Feuerwehrvereins rechnen. Und es gibt weitere Ideen: Im Sommer dieses Jahres ist eine gemeinsame Radtour aller Kameraden geplant. Zudem soll es 2007 vielleicht einen Tag der offenen Tür im Gerätehaus geben. „Wir wollen die Bürger mehr für die Feuerwehr interessieren und etwas für die Allgemeinheit bewegen“, sagte der Vereinschef. Der Feuerwehrverein sei offen für jeden Interessierten, so Wendt.
Andreas Staindl
 
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