20. August 2011, 00:00 Uhr

Sportvereinschef kritisiert bei Münch-Besuch Bürokratie

Bildungsministerin des Landes besucht Luckauer Sportanlage des SC Einheit

Luckau Um seinen Ärger über zu viel Bürokratie mal auszusprechen, hat Wilfried Staffe den Besuch der Landesministerin Martina Münch (SPD) am gestrigen Freitag genutzt. Nach einer kurzen Einführung zur Vereinsarbeit der vergangenen Jahre, beginnt Staffe, die ihm gegenüber sitzende Ministerin anschauend, seinen nächsten Satz so: „Entschuldigen Sie, dass ich das erzähle.

Martina Münch (2.v.l) im Gespräch. Foto. M. Klinkmüller
Ich sag's, wie es ist.“ Laut dem Luckauer Vereinschef ist es so: Wenn Eltern von Kindern, die im SC Einheit Mitglied sind, Arbeitslosengeld II beziehen, beginnt für den Verein, die Schreiberei von Quittungen, um das Geld wiederzubekommen. „Da müssen die Übungsleiter dies ausfüllen und das ausfüllen“, sagt Staffe und ergänzt: „Es sind diese Kleinigkeiten, die den Verein beschäftigen.“ Kleinigkeiten die viel Zeit kosten – die Freizeit der ehrenamtlichen Übungsleiter, so Staffe. Martina Münch zeigt Verständnis. Helfen kann sie nicht. „Da kann weder Stadt, Kreis noch das Land was machen. Das sind Bundesgesetze“, sagt die Ministerin.

Der Vereinschef lobt aber auch das in den letzten Jahren Erreichte. In den nächsten Tagen soll die Schwarzdecke auf die neue 400-Meter-Bahn aufgetragen werden. Laut Bauplan könne der Schulsport hier Ende September seine ersten Runden drehen. Oder besser die zweiten Runden. Denn Luckaus sportlicher Bürgermeister Gerald Lehmann forderte den Dahme-Spreewald-Landrat Stephan Loge zu einem Einweihungslauf heraus. Loge antwortet prompt: „Also um die Wette laufe ich nicht. Aber die 400 Meter laufe ich zehn Mal.“

Die etwa 300 000 Euro teure Kunststofflaufbahn wird zu gleichen Teilen vom Landkreis, der Stadt Luckau und dem Verein SC Einheit finanziert.
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Erstellt am: 20. August 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 20. August 2011, 09:49 Uhr
Autor: M. Klinkmüller

M. Klinkmüller

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