Michael-Schumacher-Fanclub Drahnsdorf feiert Rückkehr zur Formel 1
Drahnsdorf Die Großbildleinwand steht, die Technik ist startklar, das Vereinsheim ist auf einen Besucheransturm eingestellt. Denn das Idol ist zurück. „Endlich“, sagt René Lukaschewski (39), Vorsitzender des Michael-Schumacher-Fanclubs Drahnsdorf.
„Schumacher fährt nicht wegen des Geldes“, erklärt Fan Lukaschewski, „sondern aus Spaß an der Freude – und vielleicht, um die jungen Fahrer zu ärgern.“ Es habe sich zudem gezeigt, dass Motorradfahren gefährlicher sei als die Formel 1. Der Drahnsdorfer spielt auf einen Unfall Schumachers bei einem Motorradrennen an. „Bis 2006 haben wir jedes Formel 1-Rennen verfolgt“, erinnert sich Lukaschewski an jene Zeiten, als Schumacher noch im roten Ferrari über die Rennpisten raste. Dann stieg er aus dem Rennzirkus aus. Jetzt ist er zurück und sitzt in einem silbergrauen Boliden von Mercedes. Als hätten es die Drahnsdorfer schon vor Jahren geahnt: Die Mitglieder des Fanclubs bauten zunächst einen Trabi zum leuchtend-roten Ferrari-Mobil um. Später folgte eine zweite Pappe – im Silbergrau von Mercedes. „Das war unser Safety-Car“, erläutert Vereinsvorsitzender René Lukaschewski. Der silberne Trabi symbolisierte also das Sicherheitsfahrzeug, ein Mercedes, das sich nach brenzligen Situationen vor die Formel 1-Autos setzt. Nun steht der silberne Trabi für Schumachers aktuellen Arbeitgeber. „Beide Trabis passen gut zu uns“, so der Drahnsdorfer Vereinschef über die umgebauten Autos.
Wie lange die Drahnsdorfer Fangemeinde ihr Idol fahren sehen wird, ist sich der 39-Jährige nicht sicher. „Ich hoffe, dass er die drei Jahre ausschöpft.“ So lange läuft Schumachers Vertrag mit Mercedes. „Aber sollte er Weltmeister werden, steigt er eher aus.“ Gleiches könne passieren, wenn bei Michael Schumacher jeglicher Erfolg ausbleibt. Zunächst hofft aber René Lukaschewski, dass die Zahl der Mitglieder des Drahnsdorfer Clubs wieder steigt. Denn nach 2006 sank sie von einst mehr als 50 auf aktuell noch 26. „Vielleicht kommen wieder welche zurück.“ So wie Michael Schumacher. Tilo Winkler
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Erstellt am: 13. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 13. März 2010, 13:06 Uhr
Autor: Tilo Winkler

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