14. Oktober 2011, 00:00 Uhr

Mann aus Lagerhalle bei Golßen gerettet

Einsatzübung für sieben Amtswehren auf dem Großhandelshof gestartet

Golßen Eingeschlossen in Rauch sitzt ein Mann in einer Halle des „Iden“-Werks in Golßen fest. Die Regale sind tonnenweise mit Papier, Spiel- und Schreibwaren bestückt. Ein Feuer droht sich immer weiter auszubreiten. Nur wenige Helfer sind in die Einsatzübung eingeweiht. Wehren aus dem Amt Golßener Land sind dazu ausgerückt.

Amtsbrandmeister Frank Radke (links), hier im Gespräch mit Kameraden hat den Übungseinsatz überwacht. Foto: blu1 Foto: blu1
Thomas Isermann hat den Notruf um 18.18 Uhr abgesetzt. Feuer in einer Halle und eine vermisste Person übermittelt der Geschäftsführer des Golßener Großhandels-Unternehmen an die Leitstelle. Kurz vor halb sieben trifft das erste Feuerwehrauto aus Golßen ein. Innerhalb weniger Minuten helfen die Atemschutzträger Roy Mann und Christopher Schröder dem Unglücksopfer aus dem Gefahrenraum. Schnell ist der Mann versorgt und in Sicherheit gebracht.

Mit der Rettung ist der Einsatz noch nicht abgeschlossen. Das Szenario sieht eine Vielzahl von Aufgaben vor. Immer mehr Ortswehren rücken nach, um mögliche Glutnester auszumachen. Auch die Wasserversorgung bei einem Großbrand soll überprüft werden. Ein Feuerwehrauto aus Glienig fährt hinter die Halle, um einen der vier hauseigenen Wasserbehälter zu überprüfen. Mit jeweils 50 000 Litern Wasser sind sie gefüllt. Die Wehren aus Kasel-Golzig und Mahlsdorf stellen eine Wasserversorgung über Mahlsdorf her. Einsatzkräfte aus Golßen und Altgolßen bauen sich am Schloss auf, um bei Wassermangel Engpässe zu verhindern.

Die Übung verläuft nach Plan. Einsatzleiter Ronny Schulz koordiniert die Helfer in der Fabrik und an den Versorgungsstätten. Mehr als 60 Feuerwehrleute nehmen an der Übung teil. „Alle Autos waren so besetzt, wie geplant“, sagt Amtsbrandmeister Frank Radke kurz vor dem Ende des Einsatzes. Nach einer knappen Stunde ist die Übung abgeschlossen. Nur einer der Wassertanks auf dem Firmengelände habe nicht angezapft werden können. „Das sind Objekte, die selten genutzt werden. Dafür ist eine solche Übung da“, erklärt Frank Radke.

Alle zwei bis drei Jahre würde der Betrieb gemeinsam mit Feuerwehrleuten begangen werden, um Probleme bei einem möglichen Brandfall aufzudecken, sagt Thomas Isermann. „Die Stromzufuhr, Alarmanlage und alle technischen Einrichtungen haben funktioniert. Das gibt mir ein Gefühl der Sicherheit“, sagt der Geschäftsführer. Das defekte Standrohr am Wassertank soll so schnell wie möglich repariert werden.

Amtsdirektorin Ursula Schadow (CDU) hat das Geschehen vor Ort verfolgt. „Die Helfer in unserem Amt sind auf einem guten Ausbildungsstand. In den letzten Jahren ist viel passiert“, sagt die Beobachterin. Die unangekündigte Übung habe einen realen Überblick über die Einsatzstärke der Ortswehren im Amt gegeben.

 

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Zum ThemaAuf dem Gelände des Großhändlers „Iden“ fand zum ersten Mal eine Einsatzübung mit den Golßener Amtswehren statt. Beteiligt waren mehr als 60 Helfer. Sie kamen aus Golßen, Glienig, Sellendorf, Altgolßen, Kasel-Golzig, Zützen und Mahlsdorf.
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Erstellt am: 14. Oktober 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 14. Oktober 2011, 10:03 Uhr
Autor: blu1

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