Große Einweihungsparty zum 111. Geburtstag
Neues Domizil für Waldschule Börnichen fast fertig gebaut / Behindertengerechte und größere Räume
Börnichen Kleine Naturforscher können sich freuen: Die neue Waldschule in Börnichen ist bald fertig. Schräg gegenüber des bisherigen Domizils ist in den vergangenen Monaten ein echtes Schmuckstück entstanden. Das Forsthaus ist komfortabel und behindertengerecht.
Riesiges Klassenzimmer
Fenster, Dach, Sanitäreinrichtungen, Heizungsanlage, eine kleine Küche – mehr als 200 000 Euro sind für die Maßnahme veranschlagt. Bastelräume, Übernachtungsmöglichkeiten und natürlich ein riesiges Klassenzimmer für bis zu 60 Kinder werden die Naturpädagogik spürbar aufwerten. Feuerlöscherservice und Schlüsseldienst werkeln dieser Tage als untrügliches Zeichen nahender Baufertigstellung durch die hellen Räume. Die Revierförsterin behält ein Dienstzimmer im Obergeschoss. Da der Zeitplan etwas hänge, ist nach der Bauabnahme Ende März mit dem 111. Geburtstag des Forsthauses eine große Neueinweihungsparty als Waldschule geplant. Die alten Räumlichkeiten waren längst viel zu klein geworden „und vor allem nicht behindertengerecht“, wie Manfred Meehs erklärt. Jetzt sorgt eine Rampe für barrierefreie Erreichbarkeit, können die jungen Naturforscher ohne gefährliche Straßenquerung direkt vom Grundstück auf den Lehrpfad. Dort wird mit „Stärken vor Ort“-Mitteln ein Natursteinschotter aufgebracht, sodass auch Rollifahrer den Waldlehrpfad nutzen können.
Neue Waldschulmitarbeiterin
Zudem gibt es in Börnichen eine weitere Veränderung: Ab 1. März wird Monika Garosin als Waldschulmitarbeiterin tätig. Momentan bildet sich die Forstwirtin weiter, um das Waldpädagogikzertifikat zu erlangen und Manfred Meehs bei seiner Arbeit zu unterstützen. Denn auch bei der aktuellen Witterung hält es die Besucher selten in den Schulräumen. „Spuren und Baumarten zu entdecken hat im Winter ganz eigene Reize, das wird nie langweilig“, erzählte Monika Garosin. „Man kann genug unternehmen, nur die Tiere sind meistens weg, weil die Kinder selten richtig leise sind.“
Der Lehrpfad wartet indes schon auf seine Erweiterung, berichtet Schulleiter Meehs von in Vorbereitung befindlichen Projekten und Visionen. Waldtelefon, ein Hochbeet mit Bonsaibäumen für Sehbehinderte und eine in Deutschland einzigartige Specht-Erlebniswelt sind in Planung – in Abhängigkeit von den finanziellen Mitteln.
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Erstellt am: 08. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 14. Februar 2012, 13:54 Uhr
Autor: Von Jens Golombek

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