14. Februar 2011, 00:00 Uhr

Golßens Wehr auch ohne Alarm immer im Einsatz

Kinder- und Jugendausbilder bleiben schwer entflammbar

Golßen Die Feuerwehr ist nicht nur gefragt, wenn es um Brände oder Unfälle geht. Auch aus dem gesellschaftlichen Leben sind die Einsatzkräfte nicht mehr wegzudenken.

Erstmals in neuer Einsatzkleidung: Golßens Feuerwehrfrauen rücken ab Februar gemeinsam mit den Männern aus. Foto: H. Blumroth/blu1
»Wir wurden im Vorjahr zu 64 Einsätzen gerufen. Das waren 21 mehr als 2009«, sagte Ortswehrführer Roland Golze auf der Jahreshauptversammlung. Zusammen mit den Aktivitäten in der Stadt seien die 34 Aktiven auf über 3300 Einsatzstunden gekommen.

Jugendwart Daniel Brost freute sich über drei Neuzugänge in der nun achtköpfigen reinen Männertruppe. »Vor allem Neun- bis Zehnjährige zählen dazu«, sagte Brost. Diese seien mithilfe des Feuerwehrvereins mit neuem Übungsmaterial wie Handschuhen und einer Lern-DVD ausgestattet worden. Dafür würden, wie auch für die Kidswehr, Helfer gesucht, so der Jugendwart.

Das Interesse an einem Platz in der jüngsten Nachwuchsmannschaft ist groß. »Wir haben derzeit 17 Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren in der Kidswehr. Gerne würden mehr mitmachen, doch mittlerweile müssen wir sie auf eine Warteliste setzen«, verdeutlichte Stefanie Brost den Mangel an Ausbildern. Die Hilfe müsse nicht immer aus der Feuerwehr kommen. Für den Zwergenmarsch, der am 21. Mai in Golßen stattfindet, werden Helfer gesucht werden.

Sigrid Schliebner, im Amt Golßener Land zuständig für die Finanzen, hob die gesellschaftliche Bedeutung hervor. »Viele Veranstaltungen wie der Karneval oder der Martinstag wären ohne Unterstützung der Wehr kaum umsetzbar. Wir werden immer wieder Lösungen finden, wenn es um finanzielle Unterstützung geht.« »Die finanziellen Mittel für alle eingereichten Anträge im Jahr 2011 sind verfügbar«, konnte Golßens Ordnungsamtsleiter Wolfgang Schulz verkünden. So konnte sich die neunköpfige Frauentruppe bereits in der Vorwoche neue Einsatzanzüge anprobieren. Ab Februar sollen die Frauen gemeinsam mit den Männern zu den Einsätzen fahren.

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Erstellt am: 14. Februar 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 14. Februar 2011, 09:06 Uhr
Autor: blu1

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