29. September 2011, 00:00 Uhr

Golßener Kidswehr: Doppelte Verstärkung für Ausbilderin

Stefanie Brost aus Golßen geht mit neuem Koffer und Helfern in die Brandschutzerziehung

Golßen Stefanie Brost kramt in dem neuen großen knallroten Koffer. In dem schweren Behälter findet die Chefin der Golßener Kidswehr alles, was sie für die Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses braucht. Verstärkt wird das Team der jungen Frau ab sofort von zwei weiteren Helfern. Auch Kita-Kinder, Grundschüler und Senioren im Amt Golßener Land sollen künftig im Brandschutz unterrichtet werden.

Der Golßener Feuerwehrnachwuchs, Kita-Kinder, Grundschüler und Senioren sollen vom Koffer profitieren. Amtsdirektorin Ursula Schadow (r.) übergibt die 1400 Euro teure Ausbildungshilfe. Foto: Henry Blumroth/blu1 Foto: Henry Blumroth/blu1
Lange Wartezeiten auf den Ausbildungskoffer der Kreisjugendfeuerwehr gehören der Vergangenheit an. Schon lange habe der Feuerwehrfrau der Wunsch auf der Seele gebrannt, die Ausbildungshilfe anzuschaffen. Im Amt stieß sie auf Zustimmung. „Die ehrenamtliche Arbeit in der Erziehung und Nachwuchsförderung ist eine wichtige Sache“, sagt Ursula Schadow bei der Übergabe. Die Investition in Höhe von 1400 Euro sei gut angelegt, so die Amtsdirektorin. Vielleicht habe die Anschaffung auch eine Beispielfunktion für andere Kommunen.

Schnell fallen der Chefin der Golßener Kidswehr unzählige Ideen ein, was sie mit dem Inhalt des feuerroten Kastens anstellen kann. In vielen Einzelbehältern ist das Material verpackt. Mit dem Experimentierkoffer kann die unterschiedliche Brenngeschwindigkeit von Stoffen erfahren werden. Mit einem Holzfenster soll das richtige Rufen um Hilfe geübt werden. Viele Bücher und Arbeitshefte sollen die Brandschutzerziehung für Jung und Alt erleichtern. Kartenspiele und Rätsel lockern die Ausbildung auf.

Verstärkt wird ihr Ausbildungsteam ab sofort von Feuerwehrfrau Kerstin Schmock und Heiko Franz. „Ich habe lange gesucht. Jetzt können wir viel besser Brandschutzerziehung in den Kitas, in der Grundschule und den Seniorenklubs leisten“, sagt Stefanie Brost. Schritt für Schritt sollen die Knirpse nach ihrem Konzept an den Umgang mit Feuer geführt werden. „Die Kinder sollen Feuer erleben, selber machen, riechen und fühlen“, erklärt die Kidswehr-Chefin. „Mit dem Telefon im Koffer können wir nun authentisch das richtige Absetzen eines Notrufes üben“, nennt sie eine Arbeitserleichterung. „Ich bin dankbar, dass ich nun auch einen Mann in meinem Team habe“, sagt Stefanie Brost. Dieser könne mit Experimenten die Gefahren von Feuer in die Köpfe der Kinder bekommen.

Gern könnten Jugendwarte aus dem Amt an Stefanie Brost herantreten, um ihren Nachwuchs mit Hilfe des Koffers zu schulen. „Vielleicht kann auch unser Jugendsozialarbeiter von dem Ausbildungskoffer profitieren“, sagt Ursula Schadow. Stefanie Brost stehe bereit, für Leute aller Altersklassen Brandschutzerziehung zu leisten. „Wir bilden uns immer weiter fort“, erklärt die Frau, die den Jüngsten die Gefahren des Feuers schon mal als Puppenspielerin erklärt. Auch Ehemann Daniel Brost habe schon Ideen, wie er den Koffer für die Ausbildung der Gruppenführer einsetzen könnte.
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Erstellt am: 29. September 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 29. September 2011, 10:10 Uhr
Autor: Von Henry Blumroth

Von Henry Blumroth

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