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Luckau/Dahme

Golßener Feuerwehr hilft nicht nur, wenn es brennt

Auf die Freiwillige Feuerwehr Golßen ist Verlass. Das haben Amtsdirektorin Ursula Schadow (CDU) und Golßens Vize-Bürgermeister Lars Kolan (SPD) während der Jahreshauptversammlung der Ortswehr am Freitagabend im Gerätehaus deutlich gemacht.

07.01.2008
Golßener Feuerwehrleute zerlegen ein Unfallauto. Die Bergung von Unfallopfern gehört zu ihren Aufgaben. Hier demonstrieren sie Zuschauern während des Tages der offenen Tür, wie technische Hilfeleistung im Ernstfall aussieht.
Foto: Staindl
„Dass wir auf die Wehr zählen können, hat sich zum Beispiel beim Gurkentag im vergangenen Jahr gezeigt“, sagte Kolan. Die Floriansjünger hatten während des zweitägigen Festes gemeinsam mit anderen Wehren die Parkplatzbewirtschaftung übernommen. «Sie waren parallel dazu aber auch noch zu scharfen Einsätzen ausgerückt» , so Kolan.
Verwaltungschefin Schadow erinnerte an den Umzug der Grundschule vor einigen Wochen, den die Kameraden kräftig unterstützt hätten. „Die Golßener Feuerwehr ist ein verlässlicher Partner“, sagte sie.

Neuer Mann an der Spitze
Roland Golze ist der neue Mann an der Spitze. Er wurde im vergangenen Juli zum Ortswehrführer, Ronny Schulz zum Stellvertreter ernannt. Die Freiwillige Feuerwehr Golßen zählt nach eigenen Angaben derzeit 31 aktive Kameraden, darunter auch drei Floriansjünger, die bisher in der Jugendwehr engagiert waren. Laut Roland Golze sind die Kameraden im vergangenen Jahr 46 Mal und damit vier Mal weniger als im Jahr 2006 zu Einsätzen mit einer Gesamtdauer von fast 1000 Stunden ausgerückt. Darunter seien elf Brände gewesen, acht technische Hilfeleistung, sechs Verkehrsunfälle und zwölf Sturmeinsätze.

Turbulentes Jahr
„Das Jahr 2007 hatte schon turbulent begonnen“, sagte der Ortswehrführer und erinnerte an den Sturm Kyrill. 23 Kameraden seien damals insgesamt 241 Stunden im Einsatz gewesen. Durchschnittlich elf Leute seien im Ernstfall ausgerückt. Allerdings seien die Gruppen nicht immer in voller personeller Stärke gewesen, wie Roland Golze sagte. Er hält deshalb eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit anderen Wehren für „sehr sinnvoll und nötig“.
Amtsbrandmeister Frank Radke lobte die Präsenz der Golßener Floriansjünger im Amtsgebiet: „Das zeigt, dass wir zu einer großen Wehr zusammenwachsen.“ Den Ausbildungsstand seiner Kameraden bezeichnete Ortswehrführer Golze als „sehr gut“. Zahlreiche Feuerwehrleute hätten Lehrgänge besucht. Tino Strauch etwa habe sich zum Gruppenführer, Daniel Brost zum Zugführer qualifiziert. Beide kümmern sich seit Jahren um den Golßener Feuerwehrnachwuchs.
Laut Jugendwart Brost zählt die Jugendwehr derzeit acht Mitglieder, darunter zwei Mädchen. „Es machen immer weniger junge Leute mit“, bedauerte er. Vize-Bürgermeister Lars Kolan ermutigte ihn: „Es lohnt sich, weiter in die Jugendwehr zu investieren. Wir brauchen gut ausgebildete junge Kameraden.“
Wie Daniel Brost sagte, habe sich die Golßener Jugendwehr im vergangenen Jahr am Amtsausscheid in Sellendorf, an der Frühjahrsübung in Glienig und am Herbstlager des Landkreises Dahme-Spreewald beteiligt. Zudem hätten sich die jungen Leute beim Weihnachtsbaumzündeln und beim Fackelumzug während des Weihnachtsmarktes engagiert. Außerdem seien gemeinsame Fahrten unternommen worden. Amtsjugendwart Martin Rothfuß habe die Golßener Jugendwehr unterstützt. „Er war sehr oft bei unserer Ausbildung dabei“, sagte Daniel Brost.
Die Golßener Ortswehr hilft und rettet nicht nur, sondern unterstützt auch den Feuerwehrverein bei Veranstaltungen. Auch sportlich war das vergangene Jahr recht erfolgreich. Die Golßener Männer gewannen den Löschangriff nass während des Amtsausscheids und auf Anhieb den Flutlichtpokallauf in Walddrehna. Vize-Ortswehrführer Ronny Schulz möchte in diesem Jahr möglichst alle Kameraden einbeziehen und drei Mannschaften ins Rennen schicken. Entschieden wurde zudem, dass die Ortswehr das Osterfeuer am Ostersamstag in Golßen veranstaltet.

Spenden für Hinterbliebene
Während der Jahreshauptversammlung gab es aber auch Nachdenkliches: In Beeskow sei kürzlich ein Feuerwehrmann während eines Einsatzes ums Leben gekommen, hieß es. Die Golßener Kameraden haben spontan Geld gesammelt, um den Angehörigen zu helfen.
Von Andreas Staindl
 
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