13. Februar 2009, 00:00 Uhr

Golßen hat den Feuerwehr-Nachwuchs im Visier

Jugend- und Kidswehr werden von engagierten Freiwilligen umsorgt

Golßen Die Freiwillige Feuerwehr Golßen hat den Nachwuchs im Visier. Gleich in zwei Gruppen werden Mädchen und Jungen an die Feuerwehr herangeführt.

Stefanie Hannemann (r.) kümmert sich um die Kidsfeuerwehr in Golßen. Sie führt die Jungen und Mädchen spielerisch an das Thema Feuerwehr heran. Foto: Andreas Staindl Foto: Andreas Staindl
Jugendwart Daniel Brost kümmert sich um die Jugendfeuerwehr, Stefanie Hannemann betreut die Kidsfeuerwehr. Zeitiger Beginn „Es ist wichtig, die Kinder so früh wie möglich an die Feuerwehr heranzuführen“, sagte Roland Golze. Der Ortswehrführer bedankte sich während der jüngsten Jahreshauptversammlung der Golßener Ortsfeuerwehr für das ehrenamtliche Engagement von Daniel Brost und Stefanie Hannemann. Wie der Jugendwart erklärte, würden sich derzeit sieben Jungen und zwei Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren in der Jugendfeuerwehr engagieren. Amtsjugendwart Martin Rothfuß unterstütze die Gruppe ebenso wie Lkw-Fahrer der aktiven Wehr. Zudem habe der Feuerwehrverein den Jugendlichen im vergangenen Jahr Jacken gesponsert. Der Nachwuchs wiederum bringt sich aktiv in das gesellschaftliche Leben in Golßen ein, wie Daniel Brost erzählte. So würden die jungen Floriansjünger beispielsweise das Knüppelkuchenbacken während des Weihnachtsbaumzündelns übernehmen, sich auch an der Organisation und Durchführung des Osterfeuers und des Lagerfeuers während des Weihnachtsmarkts beteiligen. Einmal im Monat jeweils samstags von 9. 30 Uhr bis 12 Uhr treffe sich die Jugendfeuerwehr zur Ausbildung. „Wir wollen die Jugendlichen mit möglichst interessanten Angeboten begeistern, sie nicht nur mit feuerwehrtypischen Dingen vertraut machen“, sagte der Jugendwart. Bei der Nachwuchsgewinnung konkurriere er allerdings mit Angeboten wie Fußball und Karneval in Golßen: „Das ist schon ein Problem für uns“, sagte Daniel Brost. Stefanie Hannemann betreut derzeit sieben Jungen und drei Mädchen zwischen fünf und elf Jahren in der Kidsfeuerwehr. Die Gruppe trifft sich monatlich einmal jeweils samstags von 9.30 Uhr bis 12 Uhr. Das nächste Treffen findet am 21. Februar statt. Dann komme eine Polizistin des Bereichs Prävention der Polizei, wie Stefanie Hannemann ankündigte. Interessierte Kinder seien willkommen. Amtsbrandmeister Frank Radke weiß, dass es Interesse an der Kidsfeuerwehr auch in Dörfern rund um Golßen gebe: „Eltern haben mich angesprochen. Sie würden das Angebot gern auch für ihre Kinder nutzen“, sagte er. Schulhaus nutzen Amtsdirektorin Ursula Schadow (CDU) will „den Nachwuchs aus den Dörfern nicht ausschließen“. Möglicherweise müsse noch eine weitere Gruppe gebildet werden. Bürgermeister Lars Kolan (SPD) kann sich vorstellen, „dass die Feuerwehr den Lernort Schule noch besser nutzt. Mit vielleicht einem Projekt pro Monat könnten Kameraden Lust auf die Kidsfeuerwehr machen.“ Eine Arbeitsgemeinschaft (AG) Feuerwehr in der verlässlichen Halbtagsgrundschule Golßen gebe es bisher nicht. „Wir haben noch keinen Kameraden gefunden, der die AG wöchentlich immer zur gleichen Zeit absichert“, erklärte der Amtsjugendwart. Ursula Schadow ist dennoch mit dem Engagement der Ortsfeuerwehr für den Nachwuchs zufrieden. „Jugendfeuerwehr und Kidsfeuerwehr sind eine gute Sache“, so die Verwaltungschefin. „Früher haben wir immer daran gekrankt, dass sich niemand um die Kinder gekümmert hat. Jetzt aber gibt es engagierte Leute, die sich um den Feuerwehr-Nachwuchs kümmern", so die Golßener Verwaltungschefin. Andreas Staindl
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Erstellt am: 13. Februar 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 13. Februar 2009, 01:27 Uhr
Autor: Andreas Staindl

Andreas Staindl

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