15. Dezember 2008, 00:00 Uhr

Engel sichern Geldsegen für Golßen

Golßen Die Stadt Golßen ist Wettkönig.

Sie hat auch die vierte Wette mit dem Rewe-Einkaufsmarkt vor Ort gewonnen. Mindestens 100 Engel mit einer Kerze in der Hand sollte die Kleinstadt am Samstagabend vor und auf der Bühne auf dem Marktplatz präsentieren. Zudem sollten Engel, Männergesangsverein und Kirchenchor gemeinsam das Lied „Sind die Lichter angezündet“ singen. Einkaufsmarktchefin Undine Handke musste auch in diesem Jahr anerkennen: „Die Stadt Golßen hat die Wette erneut gewonnen.“

141 WettteilnehmerUnd das sogar deutlich: 141 Engel wurden schließlich gezählt. Damit überboten die Golßener das Ergebnis der Weihnachtsmannwette vor drei Jahren, als sich 136 statt der geforderten 100 Weihnachtsmänner präsentierten.

Undine Handke sei gern Wettverliererin, wie sie sagte. Denn der Wetterlös kommt erneut dem Nachwuchs der Stadt Golßen zugute. Der kann sich auch diesmal über 1000 Euro freuen. Die Stadtväter entscheiden über die konkrete Verwendung des Geldes.

Stadtverordnete waren auch aktiv am Gewinn der Wette beteiligt. Bürgermeister Lars Kolan (SPD) hatte Flügel besorgt und damit für engelhafte Kommunalpolitiker gesorgt. Kita-Mitarbeiterinnen hatten Engelsgewänder angelegt, Karnevalisten ebenso, zudem zahlreiche Besucher des Weihnachtsmarktes.

Die Kinderfeuerwehr um deren Leiterin Stefanie Hannemann hatte eine besondere Idee: Als Löschengel mit Flügeln auf den kleinen Helmen beteiligten sich die Knirpse an der Wette. Kurz zuvor hatte der Nachwuchs den Weihnachtsmann eingekreist. Mädchen und Jungen standen Schlange, um ein Gedicht aufzusagen oder ein Lied vorzusingen. Ihre Augen leuchteten, als der Weihnachtsmann tief in den Sack griff, um für jedes Kind ein kleines Geschenk heraus zu holen.

Gleich nebenan verkauften Frauen des Kirchenchores Stolle. Der Erlös kommt der Stadtbibliothek in Golßen zugute, wie Lars Kolan erklärte. Er schnitt den Weihnachtstollen gemeinsam mit seinem Amtsvorgänger Hartmut Laubisch (SPD) an.

Der frühere Bürgermeister hatte die Zutaten spendiert, eine Bäckerei den vier Meter langen Stollen gebacken. Der Stollenanschnitt war eine Premiere während des Weihnachtsmarkts in Golßen.

Gut besucht war die Bastelstube der Arbeiterwohlfahrt (Awo) auf dem Marktplatz. Bis in die Abendstunden hinein setzten Awo-Mitarbeiter und Kinder gemeinsam kreative Ideen um, während die Erwachsenen entlang der Marktstände schlenderten oder das Bühnenprogramm verfolgten.

Programm auf der BühneDie Gießmannsdorfer Bläsergruppe hatte den Weihnachtsmarkt am Mittag vom Balkon des Rathauses aus eröffnet. Danach gab es ein wechselndes Bühnenprogramm mit Männergesangsverein, Kita, Grundschule oder Karnevalisten.

Geschäftsleute machten mit speziellen Angeboten auf sich aufmerksam. Die Ökumenische Junge Gemeinde Golßen verkaufte traditionell Selbstgebasteltes. Zum Abschluss des Golßener Weihnachtsmarkts gab es musikalische Unterhaltung auf der Bühne und Besinnliches in der evangelischen Kirche.

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Erstellt am: 15. Dezember 2008, 00:00 Uhr
Geändert am: 15. Dezember 2008, 02:47 Uhr
Autor: Andreas Staindl

Andreas Staindl

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