11. März 2010, 00:00 Uhr

Eine Kuh in der Klasse an Dahmer Grundschule

Projekte zu Gesundheit und Fitness kommen bei Kindern an

Dahme Kuh Elsa steht im Klassenraum und lässt ungeübte Melker-Hände bereitwillig an ihrem Euter zupfen. Elsa ist ein Modell. Sylvia Herrmann und Martina Finkel vom Verein „Landaktiv“ haben es mitgebracht zur Projektwoche an der Dahmer Grundschule, bei der sich alles um Gesundheit und Fitness dreht.

„Lebe gesund – und die Welt bleibt bunt“ heißt das Motto. Josefine aus der 3 c hat es sich ausgedacht und damit einen Ideenwettbewerb gewonnen. Von Milch-Aktion über Rückenschule und Tanz bis zum Fertigen von Salben reichen die Angebote.

In einem Klassenraum gestalten Sylvia Herrmann und Martina Finkel einen Bauernhof nach. Sie fragen Kinder der ersten und zweiten Klasse, was zur gesunden Ernährung gehört. „Äpfel. Gurken. Körnerbrot“, kommen die Antworten prompt. Die Jungen und Mädchen wissen auch, dass Brot aus Getreide und Käse aus Milch hergestellt wird.

Woher die Milch kommt, können sie an Kuh Elsa selbst ausprobieren. Ciara ist dabei eine der Eifrigsten. Kühe seien ihre Lieblingstiere. Ihr Opa habe welche auf seinem Bauernhof, erzählt die Achtjährige. „Du musst das Euter massieren“, rät der siebenjährige Tizian ihr. Melkerfahrung habe er nicht, aber im Fernsehen schon öfter gesehen, wie das geht, berichtet Tizian.

„In Regionen wie dem Dahmer Land kennen sich die Schüler mit Pflanzen und Tieren gut aus“, erklärt Sylvia Herrmann. Dort glaube niemand, dass braune Kühe Schokomilch geben, wie es ihr in Potsdam schon passiert sei, so die „Landaktiv“-Vertreterin.

Ansturm auf Schulmilch

Im Foyer wird Milch in verschiedenen Geschmacksrichtungen zum Verkauf angeboten. An dem Stand, den Schüler mit ASB-Sozialarbeiterin Benita Bothe betreuen, bildet sich eine lange Schlange. Manche Kinder müssen die Verkäufer auf die nächste Pause vertrösten. Der Milchverkauf sei ein Test, der auf Anregungen von Eltern zurückgehe, berichtet Schulleiterin Elke Thier. Wegen der enormen Resonanz gebe es Überlegungen, nach der Projektwoche weiterhin Schulmilch anzubieten, kündigt sie an.

Dicht umlagert ist zudem ein vom Hort gestaltetes Pausenbuffet. Dunkles Brot, Quark aufstrich und Früchte gehören dazu. „In den meisten Brotbüchsen haben Obst und Gemüse ihren Platz“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Gisela Rackwitz. Doch es finde sich manchmal eben auch das pappige Weißbrot mit dickem Schokoaufstrich. „Wenn Kinder merken, dass Gesundes lecker ist, nehmen sie das vielleicht als Anregung für die Eltern mit nach Hause“, so die Hoffnung von Gisela Rackwitz.

Frostschutz mit Geschmack

Die Idee, Gesundheit und Fitness in den Mittelpunkt der Projektwoche zu stellen, stamme von Eltern im Schul-Förderverein, sagt Elke Thier. Karin Prietz ist Mitglied im Förderverein. Bei der Projektwoche zeigt die Apothekerin Fünftklässlern, wie Salben hergestellt werden. Der elfjährige Pascal und seine Mitschüler tragen Mundschutz und Handschuhe. Ganz so, wie es Apotheker beim Anrichten von Rezepturen tun. Die Jungen rühren einen Lippenbalsam mit Himbeeraroma an. „Der schützt, wenn es sehr kalt ist“, hat Pascal gelernt. Er mache so etwas zum ersten Mal. „Das ist cool“, sagt der Fünftklässler.

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Erstellt am: 11. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 11. März 2010, 11:30 Uhr
Autor: Von Carmen Berg

Von Carmen Berg

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